Juni 2026

GERMAN ENOUGH

Zentrum urbaner Tanzkunst e.V., , Essen

GERMAN ENOUGH ist ein interkulturelles Tanz- und Performanceprojekt von Souhail Jalti in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Rymon Zacharei und dem Rapper, Schauspieler und Comedian Arman Marvani alias DeinCouseng.

Von August bis November 2026 erforscht das Team in Essen mit Mitteln aus Urban Dance, zeitgenössischem Tanz, Rap, Schauspiel und Humor Fragen von Zugehörigkeit, Anpassung und kultureller Identität. In einem künstlerischen Prozess aus Proben, Austauschformaten und öffentlicher Präsentation werden alltägliche Situationen performativ übersetzt. Die Proben finden im Urban Dance Department statt, die Aufführungen in der Weststadthalle Essen. Begleitend werden Begegnungs- und Gesprächsformate mit eingeladenen Communities umgesetzt. 

Im Zentrum des Projekts GERMAN ENOUGH steht die Frage, wie Zugehörigkeit in einer vielfältigen, postmigrantischen Gesellschaft entsteht und welche Erwartungen und unausgesprochenen Regeln damit verbunden sind. Ausgangspunkt sind alltägliche Situationen wie Bewerbungsgespräche, Smalltalk oder der Kontakt mit Behörden, in denen kulturelle Normen, Zuschreibungen und Machtverhältnisse sichtbar werden. Diese Erfahrungen sind für viele Menschen im Ruhrgebiet Teil ihres Alltags.

Drei Künstler mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen setzen sich mit diesen Themen in einem gemeinsamen künstlerischen Prozess auseinander. Mit Mitteln aus Urban Dance, zeitgenössischem Tanz, Rap, Schauspiel und Humor werden persönliche Erfahrungen, Beobachtungen und Perspektiven künstlerisch übersetzt. Humor dient dabei als verbindendes Mittel der Diskriminierungskritik, das Zugänge eröffnet, Distanz abbaut und Reflexion ermöglicht.
 

GERMAN ENOUGH versteht sich inhaltlich als interkultureller Austauschprozess. Unterschiedliche körperliche, sprachliche und kulturelle Ausdrucksformen treten in Dialog und werden im Austausch mit eingeladenen Communities reflektiert. So entsteht ein Raum der Begegnung auf Augenhöhe, in dem kulturelle Vielfalt nicht erklärt, sondern erlebbar wird. Das Projekt stärkt Sichtbarkeit, gegenseitiges Verständnis und solidarisches Zusammenleben und leistet einen Beitrag zu einer offenen, vielfältigen Kulturlandschaft im Ruhrgebiet. 

Weitere Informationen: https://zentrum-urbaner-tanzkunst.de