Machen ist wie wollen – nur krasser.
Das Projekt nutzt das DJ-Pult als soziokulturelles Werkzeug und therapeutisches Medium. Inhaltlich fokussiert es auf drei Säulen:
Selbstwirksamkeit durch Handwerk: In einer Zeit, die oft von Passivität geprägt ist, macht der Bau eines physischen Objekts – von der Skizze bis zur Verkabelung – den eigenen Einfluss auf die Umwelt greifbar. Das haptische Arbeiten verwandelt „Wollen“ in sichtbare Ergebnisse.
Niederschwellige Partizipation & Hierarchieabbau: Über das gemeinsame Arbeiten an Holz und Technik entstehen Begegnungen auf Augenhöhe. Das Werkeln fungiert als universelle Sprache, die Barrieren zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft abbaut. Es entsteht ein „Dritter Ort“, an dem postmigrantische Perspektiven gestalterisch einfließen.
Vom Objekt zur Aktion (Empowerment): Das Pult ist kein Selbstzweck, sondern eine Plattform für Sichtbarkeit. Die Teilnehmenden erschaffen sich ihre eigene Bühne. Das spätere Auflegen am selbst gebauten Pult schließt den Kreis der Selbstwirksamkeit: Erst wird der Raum kollektiv geschaffen, dann wird er kulturell bespielt.
Soziale Resilienz: Das gemeinschaftliche Lösen technischer Probleme stärkt das Vertrauen in die eigene Kompetenz und die Gruppe. Es ist eine solidarische Intervention gegen soziale Isolation, die durch das „Familyfood“ von LABSA und filmische Impulse („Das Gegenteil von Grau“) inhaltlich vertieft wird.