Machen ist wie wollen – nur krasser.

die Urbanisten, Haus der Vielfalt, Union Salon, Dings eV, Mütterzentrum, sweetSixteen Kino, Figurenkolleg Bochum, Heilig-Geist-Kirche, Dortmund

Die Urbanisten realisieren mit einem transdisziplinären Netzwerk das Projekt „Machen ist wie wollen – nur krasser.“.
Von Juli bis September 2026 entsteht an der Heilig-Geist-Kirche in Dortmund ein interkultureller Begegnungsort. Im Zentrum steht der gemeinsame Bau eines mobilen DJ-Pults in der „Offenen Werkstatt“. An einem Wochenende pro Monat wird dieser Ort durch ein „Pop-up Urbanismus“-Format bespielt: Handwerk trifft auf arabischen Tanz, ein DJ-Picknick und Kino. Das Projekt verbindet handwerkliche Qualifizierung mit soziokultureller Teilhabe im Quartier.

Das Projekt nutzt das DJ-Pult als soziokulturelles Werkzeug und therapeutisches Medium. Inhaltlich fokussiert es auf vier Säulen:

  1. Selbstwirksamkeit durch Handwerk: In einer Zeit, die oft von Passivität geprägt ist, macht der Bau eines physischen Objekts – von der Skizze bis zur Verkabelung – den eigenen Einfluss auf die Umwelt greifbar. Das haptische Arbeiten verwandelt „Wollen“ in sichtbare Ergebnisse.
     
  2. Partizipation & Hierarchieabbau: Über das gemeinsame Arbeiten an Holz und Technik entstehen Begegnungen auf Augenhöhe und andere Gespräche. Das Werkeln fungiert als universelle Sprache. 
     
  3. Vom Objekt zur Aktion: Das Pult ist kein Selbstzweck, sondern eine Plattform für Sichtbarkeit. Die Teilnehmenden erschaffen sich ihre eigene Bühne. Das spätere Auflegen am selbst gebauten Pult schließt den Kreis der Selbstwirksamkeit: Erst wird der Raum kollektiv geschaffen, dann wird er kulturell bespielt.
     
  4. Soziale Resilienz: Das gemeinschaftliche Lösen von Problemen stärkt das Vertrauen in die eigene Kompetenz und die Gruppe.  Das handwerkliche Arbeiten mit den Händen lässt den Kopf frei werden, baut spürbar Stress ab und lässt uns den Alltag ganz vergessen. In unserer offenen Werkstatt probieren wir uns gemeinsam aus, lernen Schritt für Schritt voneinander und teilen unser Wissen auf Augenhöhe. Dabei lernen wir neue Menschen kennen und wachsen enger zusammen.