Mo. November 2016 10:00 Uhr

Netzwerktreffen Interkultur

, Bahnhof Langendreer, Bochum
Ruhrorter
Ruhrorter. Foto: Franziska Götzen
Beyond Protest
Beyond Protest. Workshop mit Refugee Strike Bochum und Laisser Passer bei kitev. Foto: Guido Meincke
Mauerprojekt
Mauerprojekt. Dorothea Eitel/Public Residence 2015. Foto: Benjamin Kohlscheen

Interkultur Ruhr lädt gemeinsam mit dem Bahnhof Langendreer zum 3. Netzwerktreffen Interkultur ein, zum Thema: Miteinander arbeiten – aber wie? – Partizipation, Entlohnung, Ziele und Aufgaben

Wir äußern einen Verdacht: Interkultur in Deutschland ist immer noch häufig vom Selbstverständnis eines Geberlandes geprägt. Kulturangebote, die sich dem Feld zuordnen, sind oftmals (tages-)politischen Ideen von Integration untergeordnet und verstehen sich doch als unabhängige künstlerische oder soziokulturelle Unternehmungen. Initiatoren arbeiten oft nicht miteinander, sondern machen Angebote für “die Anderen”.

Diese Angebote und Projekte sind zwar vom Gefühl gegenseitiger Wertschätzung, Respekt und Augenhöhe geprägt. Doch häufig gibt es eine Schieflage zwischen dem Anspruch, miteinander zu arbeiten und der Übung darin, etwas für jemanden zu tun. Wir möchten in drei thematischen Workshops mit euch über das „Miteinander arbeiten“ im interkulturellen Feld diskutieren – uns austauschen, gegenseitig zuhören, miteinander arbeiten.

Wieviel Partizipation steckt wirklich in partizipativen Projekten? Wie können Menschen bezahlt werden, die als Akteure in Projekten beteiligt sind und gleichzeitig als Abhängige einer Sozialversorgung leben? Ist kulturelle Projektarbeit eine berufliche Perspektive für prekäre Existenzen? Was sind Ziele und Aufgaben in der interkulturellen Zusammenarbeit?

Diesen Fragen widmet sich das 3. Netzwerktreffen in kurzen Impulsvorträgen und drei moderierten Workshopgruppen zu den Themen "Partizipation // Miteinander arbeiten", "Entlohnung // Verwaltung" und "Ziele und Aufgaben // Kunst als subversive Praxis”.

 

Ablauf:

09.45 Uhr     Get together

10.00 Uhr     Begrüßung Rolf Stein, Impuls über das soziokulturelle Zentrum

10.15 Uhr     Impulsreferate:

•  Katalin Erdödi (Kuratorin, Wien): Kunst als subversive politische Praxis

•  Wanja van Suntum (Ruhrorter / cobratheater.cobra): Perspektiven des nicht-dokumentarischen Theaters

•  Kenan Araz (Soziologe und Sozialberater, Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.): Einführung in aktuelles deutsches Asyl- und Arbeitsrecht

11.15 Uhr     Workshops zu den Themen:

•  Politisches Bewusstsein und Subversion im Arbeitsalltag, mit Katalin Erdödi, Moderation: Fabian Saavedra-Lara

•  Kunst und Kooperation, mit Wanja van Suntum, Moderation: Alexis Rodríguez

•  Aktuelle Möglichkeiten bezahlter Beschäftigung in der Arbeit mit Neuangekommenen, mit Kenan Araz, Moderation: Johanna-Yasirra Kluhs

13.00 Uhr     Gemeinsames Mittagessen

14.00 Uhr     Austausch und Abschlussgespräch

 

Nehmen Sie teil?

Bitte geben Sie uns eine kurze Rückmeldung bis zum 3. November an: kozok(at)rvr-online.de

 

Bahnhof Langendreer

Wallbaumweg 108

44894 Bochum