Those I Care

Mit Li-Heng Kuo, Bo-Jia Huang

Tag
Donnerstag,
Uhrzeit
Uhr
Ort
Studio 2
Format
Performance

Kuo's practice, Secondary Body, investigates full participation: how a body can participate in what is happening in the very moment without first needing to interpret, name, decide, or translate experience into action. Through physical tasks, the practice observes what is triggered, what is being bypassed, and what question the body is already responding to. 

In Those I Care, two bodies enter a shared space without knowing in advance what should be kept, interrupted, or followed. A movement may arrive involuntarily; another body may notice it, respond to it, or let it pass. What begins as an impulse can become an encounter, while what appears intentional may dissolve before it is completed. 

Tourette syndrome remains a point of departure, but the work does not attempt to reproduce or represent tics. Instead, involuntary movement opens a situation in which choice and non-choice continuously meet. Kuo and Bo-Jia Huang stay with these moments, allowing movement, attention, hesitation and interruption to reorganize their relationship in real time. The question is not how to control what appears, but how fully one can participate in what is already taking place. 

 

Kuos Praxis „Secondary Body“ untersucht das Thema der vollständigen Teilhabe: Wie kann ein Körper an dem Geschehen im Hier und Jetzt teilhaben, ohne Erfahrungen zunächst interpretieren, benennen, entscheiden oder in Handlungen umsetzen zu müssen? Anhand körperlicher Aufgaben beobachtet die Praxis, was ausgelöst wird, was umgangen wird und auf welche Frage der Körper bereits reagiert.

In „Those I Care“ betreten zwei Körper einen gemeinsamen Raum, ohne im Voraus zu wissen, was beibehalten, unterbrochen oder weiterverfolgt werden soll. Eine Bewegung kann unwillkürlich entstehen; ein anderer Körper kann sie wahrnehmen, darauf reagieren oder sie vorbeiziehen lassen. Was als Impuls beginnt, kann zu einer Begegnung werden, während das, was absichtlich erscheint, sich auflösen kann, bevor es vollendet ist.

Das Tourette-Syndrom bleibt ein Ausgangspunkt, doch das Stück versucht nicht, Tics nachzubilden oder darzustellen. Stattdessen eröffnet die unwillkürliche Bewegung eine Situation, in der Wahl und Nicht-Wahl ständig aufeinandertreffen. Kuo und Bo-Jia Huang bleiben bei diesen Momenten und lassen zu, dass Bewegung, Aufmerksamkeit, Zögern und Unterbrechung ihre Beziehung in Echtzeit neu ordnen. Die Frage ist nicht, wie man kontrollieren kann, was erscheint, sondern wie vollständig man an dem teilnehmen kann, was bereits stattfindet.

Mitwirkende