What Hands Remember – The Fold
Mit Havva Ayvalık
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- Freitag,
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- Studio 2
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- Performance
Ausgehend vom “Çeyiz – Das Archiv meiner Mutter”, der textilen Aussteuer und dem darin gespeicherten Wissen von Frauen, beschäftigt sich What Hands Remember mit Erinnerung, Weitergabe und unsichtbarer Arbeit.
Fünf Frauen sitzen im Kreis. Sie öffnen ihre Bohça, nehmen ein weißes Tuch, entfalten es, falten es und geben es weiter. Immer wieder. Die Tücher wandern von Hand zu Hand, die Stapel bleiben gleich hoch. Eine einfache Bewegung wird zu einer Choreografie des Erinnerns – zu einem körperlichen Wissen, das nicht erklärt werden muss.
Was zunächst wie eine einfache textile Alltagshandlung erscheint, wird durch die Wiederholung zu einer Choreografie des Erinnerns. Falten, Ordnen, Bewahren und Weitergeben verweisen auf jene oft unsichtbare Arbeit, die über Generationen hinweg weitergetragen wird: als Tätigkeit, als Fürsorge, als Ritual und als körperliches Wissen.
Begleitet wird die Performance von einer Soundkomposition aus Atem, Stimmen, Stoffgeräuschen und Fragmenten türkischer Lieder aus dem Kontext von Hochzeit und Kına-Gecesi. Erinnerungen tauchen auf, überlagern sich und verschwinden wieder – wie etwas, das im Körper gespeichert ist, ohne vollständig ausgesprochen zu werden.
Çeyiz – Das Archiv meiner Mutter
Im Rahmen des Time To Breathe Fellowships entwickelt Havva Ayvalik eine fotografische und installative Werkserie über das Çeyiz – die traditionelle Aussteuer – als Archiv ihrer Mutter. Ausgangspunkt sind über Generationen bewahrte Textilien, Fotografien und Alltagsobjekte, die von weiblicher Arbeit, Fürsorge, Migration und Erinnerung erzählen. Im Zentrum entsteht ein Çeyiz-Zimmer, das originale Objekte mit Fotografien und künstlerischen Interventionen verbindet. Die Arbeit macht weibliches Wissen und familiäre Überlieferung sichtbar und fragt nach dem kulturellen Vermächtnis von Müttern und ihren Töchtern.