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knowbotiq: Wir sind mehr als Daten!

Sa. 18.11.2017, 19:00 Uhr

Neue Imaginationen des Arbeitskampfes. Diskussionsabend über neue Formen von Widerständigkeit und Fabulationen zu Logistik und migratorischen Prozessen

Amazonian Flesh
Amazonian Flesh
Amazonian Flesh

Amazon ist die Speerspitze der neuen Arbeitsverhältnisse in der digitalen Wirtschaft. Jede Bewegung wird erfasst, ausgewertet und optimiert. Die Grenzen zwischen Menschen und Maschinen verschwimmen. Sie sind einfach Bestandteile einer sich dauernd ändernden Matrix der Wertschöpfung und Ausbeutung. Wer keine Höchstleistung bringt, dessen Vertrag wird nicht verlängert. Zugleich ist Amazon offen für Menschen, die sonst kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.

Die Künstlergruppe knowbotiq (Nina Bandi, Yvonne Wilhelm, Christian Hübler) und Interkultur Ruhr laden Streikführer von der Gewerkschaft ver.di, Karsten Rupprecht und Tim Schmidt, Alisa Cusic, Sprecherin der verdi-Vertrauensleute und Amazon-Mitarbeiterin am Standort Rheinberg, den Autor Hans-Christian Dany (u.a. „Morgen werde ich Idiot, Kybernetik und Kontrollgesellschaft“) und den Medientheoretiker Felix Stalder („Kultur der Digitalität“) zu einem offenen Diskussionsabend ins Chancen-Café 103 an den Borsigplatz in Dortmund, in unmittelbare Nähe zum neuen Logistikpark an der Westfalenhütte.

knowbotiq (Christian Hübler, Yvonne Wilhelm) untersuchen mit ihrer künstlerischen Praxis Formen der Sichtbarkeit, der Opakheit und der Unsichtbarkeit. Sie arbeiten an den Schnittstellen von Kunst, Medien und Gesellschaft. In ihren aktuellen Arbeiten leisten sie epistemischen Ungehorsam mit post-/kolonialen Repräsentationen und Erzählungen von Arbeit, Körpern und industriellen Landschaften. knowbotiq leben und arbeiten in Zürich, Berlin, Lissabon. http://knowbotiq.net

Nina Bandi, MA, studierte Politikwissenschaften (BA) sowie Soziale und Politische Philosophie (MA) an der Universität Genf und an der University of Sussex, UK. Seit Februar 2015 arbeitet sie im SNF-finanzierten Forschungsprojekt ‚What can Art do?‘ an der HSLU. Im Rahmen dieses Projektes forscht sie für ihre Dissertation zur Frage der Repräsentation an der Schnittstelle von Kunst und Politik. Nina Bandi unterrichtet an der Hochschule Luzern im Fachbereich Design & Kunst.

"Amazonian Flesh" ist ein Projekt von knowbotiq im Rahmen des Programms "Uncommon Ground" von Interkultur Ruhr, gefördert von Pro Helvetia und Kulturbüro Dortmund.