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Celebrating Oum Kalthoum

September 2018
Favoriten Festival 2018

Hommage an die berühmte ägyptische Sängerin und Musikerin Oum Kalthoum im Rahmen des Favoriten Festivals 2018

Celebrating Oum Kalthoum

Oum Kalthoum (1904–1975) ist unumstritten eine der einflussreichsten Musikerinnen der arabischen Welt des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Liedern revolutionierte sie die Musikgeschichte weit über die Grenzen Ägyptens hinaus, blieb in Europa aber nahezu unbekannt. Diesem blinden Fleck im (westlichen) Kulturkanon begegnen Ariel Efraim Ashbel and friends mit einer vielfachen Übersetzung: Interpretiert von der Opernsängerin Ruth Rosenfeld, einem lokalen Gastsänger und einem transkulturellen Orchester erklingen die legendären Lieder in einem vollkommen neuen Sound jenseits kultureller und geografischer Grenzen. Eine leidenschaftliche Hommage unter verschobenen Vorzeichen, versetzt auf eine europäische Theaterbühne. Ein Zeichen für eine unterrepräsentierte Musikkultur und für die verbindende Kraft einer kunstvollen Musik.

Für die Konzerte in Dortmund (12.9.) und Düsseldorf (16.9.) gründen Ashbel und sein Team gemeinsam mit dem Favoriten Festival und dem FFT Düsseldorf das NRWedding Orchestra for Middle Eastern Music, mit Musiker*innen aus NRW und Berlin, wo Ashbel das Projekt 2016 erstmals an den Uferstudios im Stadtteil Wedding initiierte. Es haben sich Musiker*innen unterschiedlicher kultureller Herkunft zusammengefunden, die jeweils eine persönliche Beziehung zur Musik von Kalthoum haben.

Favoriten ist das Festival der frei produzierenden darstellenden Künste Nordrhein-Wesfalens. Alle zwei Jahre lädt die freie Szene nach Dortmund ein, um ästhetisch innovative Arbeiten, Fragestellungen und Ausdrucksformen zu präsentieren und zu diskutieren. 1985 unter den Namen Theaterzwang gegründet ist es eines der ältesten Festivals der freien Szene. Als regionales Forum wie als überregionale Plattform lädt es Künstler*innen, Kurator*innen und Wissenschaftler*innen für zehn Tage zu einem gemeinsamen Austausch ein. Das Zusammenkommen lädt ein zur Verständigung über künstlerische Arbeitsweisen, strukturelle Bedingungen des Theatermachens, zeitgenössische Ästhetiken und drängende politische wie gesellschaftlichen Fragestellungen.