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I can heal you

Februar 2021 - April 2021
LOST

Interkulturelles Filmkollektiv dreht gendersensiblen und rassismuskritsichen Horror-Kurzfilm

I can heal you, Dreharbeiten. Foto: Jimmy Hua
I can heal you, Dreharbeiten. Foto: Jimmy Hua
I can heal you, Dreharbeiten. Foto: Jimmy Hua

Zum Zwecke der Bildung und des interkulturellen Verständnisses verhandelt der Genre-Kurzfilm „I CAN HEAL YOU“ Themen wie Glaube und Aberglaube, Leben und Tod, sowie das Verhältnis von Natur, Mensch und Medizin. Eine Beziehungstragödie trägt den Film, der einen ambivalenten Lebensgefährten und eine krebskranke Frau zeigt, die palliativ begleitet wird. Ihre Umgänge mit der Grenzsituation sind unterschiedlich, so wie die Stimmen, die im Film verlautbart werden. Die Erzählung changiert zwischen Realität und Wahnsinn, hat kulturelle Nuancierungen und zitiert Mythen aus dem türkischen und arabischen Kulturraum.

Zielgruppe des Films sind Jugendliche sowie junge Erwachsene, die sich mit Transzendenz- und Identitätsfragen, eigenen Ängsten und Vorstellungen vom Bösen beschäftigen. Die Premiere des Films soll in Essen von einem Fachgespräch mit Vertreter*innen aus dem Film und Kulturbereich begleitet werden, bei dem ein multiperspektivischer Austausch mit den verantwortlichen Filmschaffenden stattfinden soll und Räume für aktuelle Diskurse um Kunst und Kultur eröffnet werden.

 

Farah und Nabila sind die Gründerinnen von LOST, ein Filmkollektiv, das Horror-Kurzfilme zu gesellschaftskritischen Themen dreht und dabei gendersensibel und rassismuskritsich vor und hinter der Kamera arbeitet. Filme besitzen die Macht Geschichten zu erzählen, Wahrnehmungen zu lenken und Narrative zu formen. Wer sichtbar wird oder unsichtbar bleibt, wessen Stimmen gehört wird oder ungehört bleibt, wird bereits hinter der Kamera entschieden: beim Drehbuch, der Regie und Produktion. Und da stehen die beiden kunstaffinen Doktorandinnen, die neben ihrer Promotion Kurzfilme produzieren und die deutsche Filmbranche international prägen wollen.

Nicht ohne Grund haben Nabila und Farah ihren Schwerpunkt auf eines der ältesten und populärsten Genres der Filmgeschichte gesetzt, denn Horrorfilme reflektieren und spiegeln nicht nur die unterdrückten Ängste einer Gesellschaft, sondern sie konfrontieren die Zuschauenden auf eine spannungsintensive Weise mit den eigenen Abgründen.

Das Horror-Genre trifft den Nerv der Zeit und daran knüpfen Nabila und Farah an, die sich seit Jahren gegen Rassismus, Sexismus und Diskriminierung einsetzen. Der Startschuss beginnt mit dem ersten Kurzfilm I CAN HEAL YOU Ende April 2021.

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