Geschichtenwerkstatt Ruhr: Worte und Herkunft
Familiengeschichten migrantischer, geflüchteter oder queerer Menschen entziehen sich oft konventionellen Erzählweisen – geprägt durch Schweigen, fragmentierte Geschichten oder fehlende Archive.
Dieser Schreibworkshop richtet sich an Menschen mit Rassismus- und/oder Antisemitismuserfahrung, die literarisch ihre Familiengeschichte – ob biologisch, gewählt oder freundschaftlich – erkunden möchten. Gemeinsam entdecken wir kreative Wege, das Unsichtbare sichtbar zu machen.
Für den Workshop brauchst du keine vorherigen Kenntnisse, sondern nur Lust und Freude am Schreiben. Komm gerne mit dem Schreibwerkzeug deiner Wahl (Stift und Papier, Laptop, Smartphone…).
25. April von 18–20 Uhr
Gespräch mit: Esra Canpalat und Elona Beqiraj
26. April von 10–16 Uhr
Workshop mit: Esra Canpalat
Workshop mit Voranmeldung
Die Teilnahme ist kostenlos, Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, daher bitten wir um frühzeitige Anmeldung: stadtlabor@aterlierautomatique.de
Esra Canpalat ist Autorin und Literaturwissenschaftlerin aus dem Ruhrgebiet. Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Aus einer antirassistischen, transkulturellen und feministischen Position heraus schreibt sie Erzählungen, Essays, wissenschaftliche Artikel und kulturvermittelnde Texte. Sie interessiert sich für Autofiktion, Dokumentation und Erinnern. Canpalat ist Preisträgerin des Förderpreises Ruhr 2021 und wurde im Literaturwettbewerb „60 Jahre Migration aus der Türkei – Neue Hoffnungen“ ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an einem Romanprojekt über postmigrantische Erinnerung und intergenerationelle Traumata. Ihre Kolumne „Vom Rande aus“ erscheint online bei interkultur.ruhr.
Die Geschichtenwerkstatt Ruhr ist ein Projekt des atelier automatique, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von Interkultur Ruhr (RVR) und dem Fonds Soziokultur.