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"Off the Record" – Listening Session #2

Sa. 01.07.2017, 18:30 Uhr

Afrikanische Diaspora, elektronische Musik und die permanente Reise der Popkulturen über den gesamten Globus

Esa Listening Session

Gespräch und DJ-Set mit Esa am 1. Juli 2017, präsentiert von Interkultur Ruhr und Cómeme in Kooperation mit Kalakuta Soul Records im Rahmen des Afro-Ruhr-Festivals Dortmund.

Interkulturelle Pop- und Clubmusik ist längst ein globales Phänomen. Über alle Grenzen hinweg entstehen heute vernetzte Subkulturen, die sich unabhängig von der zumeist westlich geprägten Musikindustrie organisieren und eigene Wege gehen. Im Popdiskurs haben sie kaum eine Stimme und entziehen sich daher den herrschenden Deutungshoheiten. Die durch das Ruhrgebiet wandernde Reihe der Listening Sessions, präsentiert von Interkultur Ruhr und Cómeme in Kooperation mit Kalakuta Soul Records, lädt dazu ein, zu verschiedenen Anlässen mit Akteuren der Szene über diese Phänomene zu sprechen und gemeinsam Musik zu hören.

Am 1. Juli 2017 ist Esa bei der zweiten Listening Session in Dortmund zu Gast. Die Session ist Teil des 8. Afro-Ruhr-Festivals, das vom Verein Africa Positive im Dietrich-Keuning-Haus veranstaltet wird.

Der in London lebende Südafrikaner Esa Williams ist weltweit mit Projekten unterwegs, die kulturelle, soziale, historische, musikalische und technische Aspekte verknüpfen. So flossen z.B. die Erlöse der „Highlife World Series“ (2015), die zusammen mit einheimischen Musiker*innen in Ländern wie Kuba, Kenia und Uganda produziert wurde, in deren Heimatländer zurück, um die jeweiligen lokalen Musikszenen zu fördern.

In der elektronischen Clubszene Londons hat sich der charismatische DJ und Produzent mit seinen lebendigen, rhythmischen Sounds eine unverwechselbare und zugleich weitreichende musikalische Identität geschaffen. Dazu gehören Eigenproduktionen ebenso wie zahlreiche Kollaborationen, in denen zeitgenössische Club-Sounds aus verschiedenen Szenen in Afrika mit elektronischen Club-Sounds europäischer Prägung fusionieren.

Diese Kooperationen führen zu erstaunlichen Effekten wie etwa der bereits legendären Wiederentdeckung des Musikers Ata Kak und der Zusammenführung der Ata Kak Band, an der Esa maßgeblich beteiligt war. Dank seines Engagements auf und hinter der Bühne geht die Ghanaische Formation in diesem Jahr bereits auf ihre dritte und vierte Tournee.

Die in Kooperation mit dem Afro-Ruhr-Festival stattfindende Listening Session bietet Gelegenheit, gemeinsam mit Esa Musik zu hören, Einblick in die umfangreiche Arbeit des Künstlers zu gewinnen und Möglichkeiten des Culture Crossing zu erkunden. Sie ist besonders dem Austausch mit jungen Musiker*innen und DJs aus Dortmunds afrikanischer Diaspora gewidmet. Gespräch (engl.) und DJ-Set, moderiert von Avril Ceballos und Guy Dermosessian.

 

Esa gehört zu den innovativsten Akteuren der elektronischen Clubszene Londons. Der DJ und Produzent mit südafrikanischen Wurzeln hat sich mit seinen lebendigen, rhythmischen Tracks einen Namen gemacht, in denen zeitgenössische Club-Sounds aus verschiedenen Szenen in Afrika mit elektronischen Club-Sounds europäischer Prägung fusionieren. Seine Musik wird von renommierten Labels wie Burek, Omena oder Hello Sailor vertrieben. Durch seine Reisen, Workshops, internationalen Projekte und seine Präsenz im Worldwide FM gelingt es ihm, eine neue Generation von DJs und Produzenten zu inspirieren.
http://esawilliams.com
https://soundcloud.com/esawilliams

Avril Ceballos betreibt seit 2009 zusammen mit Matías Aguayo das Label Cómeme, eine unabhängige Plattform für Musiker*innen und DJs aus Argentinien, Mexiko, Chile und anderen Ländern, die sich der Möglichkeiten des Internets bedienen, um sich transnational zu organisieren und dezentral zu produzieren. In ihrer Recherche für Interkultur Ruhr untersucht sie die gesellschaftlichen Bedingungen vernetzter Subkulturen und neue Formen von Identität, die sich in ihnen ausdrücken.
www.musicacomeme.com
soundcloud.com/comeme

Guy Dermosessian gründete 2012 das Bochumer Label Kalakuta Soul Records, auf dem türkischer Funk auf nigerianischen Boogie, Musica Popular Brasileira auf kenyanische Soukous und kubanische Guaracha auf libanesische dabké treffen. Das Kollektiv bringt regelmäßig Bewohner*innen des Ruhrgebiets zusammen, um gemeinsam Musik bei Jam Sessions, Soul Picnics oder bei Clubabenden zu zelebrieren.
soundcloud.com/kalakuta-soul-records
facebook.com/kalakutasoulrecords

Notizen: Africa Positive – Interview mit Veye Tatah