Back to top

Präsentation künstlerische Recherche-Residenz Fasia Jansen

So. 20.06.2021, 13:30 Uhr
Internationales Frauen*Film Fest Dortmund+Köln

Die Stipendiatinnen Princela Biyaa und Marny Garcia Mommertz stellen erste Ergebnisse vor.

Marny Garcia Mommertz und Princela Biyaa, Association for Black Art_ists e.V., Foto: Adriano Vanini

Seit Oktober 2020 setzen sich Princela Biyaa und Marny Garcia Mommertz mit dem Leben der Liedermacherin und Friedensaktivistin Fasia Jansen auseinander. Sie hatten die künstlerische Recherche-Residenz erhalten, die vom IFFF Dortmund+Köln und Interkultur Ruhr im Rahmen des Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets gemeinsam ins Leben gerufen worden war.

Netzwerke Schwarzer Menschen in Deutschland

Bei dieser ersten ergebnisoffenen Recherche-Residenz zu Fasia Jansen war für Biyaa und Mommertz Ausgangspunkt die Frage, inwiefern Jansens Leben aus Schwarzen Deutschen Perspektiven verstanden und verarbeitet werden kann. Während der Recherche bekamen Geschichten und Arbeiten von Schwarzen Menschen, die Fasia Jansen kannten, zentrale Bedeutung, um ein vollständigeres Bild von Netzwerken Schwarzer Menschen in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs und danach zu erfassen.

In ihrer Arbeit stützen sich die Kulturschaffenden auf die Gespräche und Erzählungen von Fasia Jansens Nichte, Vivian Seton, und auf die von der US-amerikanischen Wissenschaftlerin Tina Campt geführten Interviews aus dem Jahre 1992. Campt hatte als eine der ersten in ihrem wegweisenden Buch Other Germans: Black Germans and the Politics of Race (2004) das Leben Fasia Jansens in einem sozial-historischen und rassismuskritischen Kontext aufgearbeitet.

Die Auseinandersetzung mit Fasia Jansens Leben kann im Kontext dieser Residenz als Anfang eines Prozesses verstanden werden, in dem die Stipendiatinnen Fragen zum Archivieren Schwarzer Geschichten stellen und diskutieren. Sie suchen den aktiven Austausch mit Menschen, die sich mit verschiedenen Formen des Archivierens auseinandersetzen, wie beispielsweise Fayo Said, Gründerin von Oromia Records (ein Onlinearchiv zu Oromo Kulturen).

Präsentation und Gespräch

Bei einem Gespräch im Rahmen der Online-Ausgabe des IFFF Dortmund+Köln am 20. Juni 2021 ab 13:30 Uhr werden Princela Biyaa und Marny Garcia Mommertz über ihre Erfahrungen während der Forschungsresidenz berichten und  ihr Installationskonzept (in Arbeit) zu einer weiteren Auseinandersetzung zum Thema vorstellen. Dazu laden sie verschiedene Gäste ein.

Moderation: Fayo Said (Oromia Records)
Graphische Umsetzung des Installationskonzeptes: Image Alchemy Studio, entworfen von Samuel Jah

Weitere Informationen und Zugangslinks zur Veranstaltung werden in Kürze veröffentlicht.

Die Recherche-Residenz Fasia Jansen wurde 2020 gemeinsam von Interkultur Ruhr und dem Internationalen Frauen* Film Fest Dortmund+Köln im Rahmen des Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets ins Leben gerufen.

Princela Biyaa: Die Bildungsreferentin arbeitet bei Each One Teach One e.V. und pendelt als Kulturarbeiterin zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin. Seit 2020 ist sie kuratorische Leiterin des curl.collective. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit den Themen ›Community Care‹ und ›Self Care‹ in Schwarzen Gemeinschaften.

Marny Garcia Mommertz: Die Kulturproduzentin unterstützt in ihrer Praxis Projekte, die zur Selbststärkung Schwarzer Gemeinschaften beitragen. Derzeit studiert sie den Master ›Museum Studies‹ an der Universität von Amsterdam.

Die Stipendiatinnen sind Mitbegründerinnen der Association for Black Art_ists e.V.  und haben gemeinsam mit Fayo Said das Pact Fellowship 2020 erhalten.

Alle Informationen zur Online-Ausgabe des IFFF Dortmund+Köln finden Sie auf der neuen Website unter der neuen URL www.frauenfilmfest.com

Förderer des Festivals: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW; Stadt Köln; Stadt Dortmund; Film- und Medienstiftung NRW; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Sparkasse Dortmund; Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Print Friendly, PDF & Email