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Podcast Faţadă / Fassade: #8 Von Verstummten zu Erzähler*innen

Werkstatt Mallinckrodtstraße. Foto: Christian Huhn

Podcast Faţadă / Fassade: #8 Von Verstummten zu Erzähler*innen

von: 
Olga Felker

Die Ausstellung Faţadă / Fassade, die vom 24. Oktober 2020 bis zum 11. April 2021 im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U zu sehen ist, lädt ein, die Vielfältigkeit der Stadt von einer neuen Seite kennenzulernen: Ausgehend von dem kollaborativen Kunstprojekt der Werkstatt Mallinckrodtstraße zur Rom*nja-Baukultur und der im September 2019 realisierten Neugestaltung einer Hausfassade in der Dortmunder Nordstadt richtet die Ausstellung den Fokus auf eine besondere Form von Architektur, die in den letzten 30 Jahren u.a. in Rumänien entstanden ist.

Die Podcast-Reihe "Wie sich Rom*nja Wohnraum zurück erobern" von Olga Felker erforscht, wie es zu diesem Projekt kam, was zwei Schweizer Künstler damit zu tun haben, warum die Stadt Dortmund dafür ein Haus kaufte und wie die Rom*nja Community selbst eingebunden war und ist.

Während in der ersten Staffel besonders die Ausstellung und die Werkstatt Mallinckrodtstraße im Fokus standen, soll die zweite Staffel Raum für einen Diskursort bieten.

#8 Von Verstummten zu Erzähler*innen

In der achten Folge spricht Olga Felker mit der Jazz-Sängerin Matilda Leko darüber, wie man Raum in der Mehrheitsgesellschaft einnehmen kann, ohne Klischees zu reproduzieren.

 

 

Die Sängerin und Komponisten Matilda Leko, die als Kind in Österreich und Serbien aufgewachsen ist, hat nie ein Geheimnis aus ihrer Romni Herkunft gemacht und Balkan-Sounds von Beginn an in ihre Musik einfließen lassen.

Das Gespräch geht der Frage nach, warum manche andere Künstler*innen ihre Herkunft so lange geheim halten, warum es so schwer ist, sich zu outen und wie Jazz mit der Rom*nja Kultur verwoben ist.

Zwei Lieder von Leko sind in diesem Beitrag zu hören. Zum einen "Me sem tuce sa sa so si tu w Doron", in dem sie auf Romanes singt, und was übersetzt heißt: "Ich bin alles was du brauchst." Mit "Vorsicht Inländerin" prangert sie die Zustände für Gastarbeiter*innen in Österreich an.

„Me sem tuce sa sa so si tu w Doron“
Text: Sasa Barbul
Komponistin und Sängerin: Matilda Leko
Klavier: Dorn Segal
gefeatured vom Rom*nja Jazz Projekt Berlin

„Vorsicht Inländerin“
Komponistin: Matilda Leko
Mitmusiker und Gitarrist: Gerald Smrzek
Kontrabass: Peter Strutzenberger
Akkordeon: Heidelinde Gratzi

Weitere Folgen:

#5 Von der Versklavung zu einem Genozid bis an den Rand Gesellschaft

#6 Zwischen den Generationen

#7 Von Kinderbräuten, Hexen und schlechten Müttern

#8 Von Verstummten zu Erzähler*innen

#9 Zwischen Unsichtbaren und Klischees

> Staffel 1

 

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Faţadă / Fassade: Ausstellung, Werkstatt, Diskursort
24. Oktober 2020 – 11. April 2021

HMKV (Hartware MedienKunstVerein)
im Dortmunder U, Ebene 3
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

Ein Projekt von HMKV, Interkultur Ruhr und Werkstatt Mallinckrodtstraße

Mit Arbeiten des Teams Werkstatt Mallinckrodtstraße: Alex Ciurar, Cernat Siminoc (Roger), Christoph Wachter, Constantin Ciurar, Cristina Siminoc, Leonardo Radu, Lincan Raimond, Mathias Jud, Memo Ciurar, Stefan Raul, Vasile Siminoc u.v.a.

Partner des Projekts: Djelem Djelem – Dortmunder Festival für Roma-Kulturen
Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Stadt Dortmund, Fonds Soziokultur, Kunststiftung NRW. Das Rahmenprogramm wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Der HMKV wird gefördert durch: Stadt Dortmund / Dortmunder U

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Weitere Informationen:

Faţadă / Fassade: Ausstellung, Werkstatt, Diskursort (2020)

Faţadă / Fassade: Ausstellung, Gespräch und Werkstattparty (2019)

Faţadă / Fassade: Work in Progress (2018)

Von Repressionen und Repräsentationen im Stadtraum (2016)

 

www.hmkv.de

www.dortmunder-u.de

 

Matilda Leko. Foto: Sylvia Steinmäuser
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