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Interkultureller Kalender 2022

Interkultureller Kalender 2022

von: 
Interkultur Ruhr

Der Interkulturelle Kalender 2022 feiert die einzigartige Vielfalt des Ruhrgebiets. Zum Abschluss der ersten Programmphase des Projekts Interkultur Ruhr geben wir erneut einen kenntnisreichen Begleiter in Form des neuen Interkulturellen Kalenders heraus.

Mehmet Bingöllü, der sich seit Jahrzehnten für Frieden und soziale Gerechtigkeit engagiert, realisiert seit den frühen 1980er Jahren einen Interkulturellen Kalender in Eigeninitiative. Mit großer Freude haben wir diese Arbeit 2020 gemeinsam fortgesetzt und verknüpfen sie auch in der Sonderedition 2022 mit aktuellen Themen und Fragestellungen.

Auf jedem Kalenderblatt kommen ausgewählte Akteur*innen zu Wort, die seit vielen Jahren das kulturelle Leben im Ruhrgebiet mitgestalten. Ausführliche Fassungen dieser Gespräche finden sich in unserer Begleitpublikation mit dem Titel „Worauf wir uns beziehen können.“ Darüber hinaus werden jeden Monat ausgewählte religiöse und säkulare Feier- und Gedenktage vorgestellt, die von vielen hier lebenden Gemeinschaften begangen werden und die teils auch eine politische und gesellschaftliche Bedeutung haben.

Wir empfehlen, sich einige Tage herauszugreifen und in der eigenen Umgebung nach Orten und Gemeinschaften zum Feiern zu suchen! Eine besondere Bedeutung fällt dabei den Jahrestagen verschiedener Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und anderen Ländern, wie z.B. der Türkei, Griechenland, Spanien, Portugal und Marokko zu, durch die in der Nachkriegszeit Arbeitsmigration organisiert wurde und durch die ein erheblicher Beitrag zum Wiederaufbau und zum wirtschaftlichen Aufschwung sowie zur kulturellen Entwicklung der BRD geleistet worden ist. Dieser Kalender möchte die Leistungen unserer internationalen Mitbürger*innen würdigen und aufzeigen, unter welchen Bedingungen sie sich etablieren mussten.

Die kosmopolitische, lebendige Kultur in den Städten und der Region zeigt, wie sehr Menschen mit Migrationserfahrungen seit jeher das Zusammenleben prägen. Die vielen Sprachen, die sich in den Monatsnamen wiederfinden, möchten diese Realität der Migrationsgesellschaft zelebrieren. Unser besonderer Dank für die Realisierung des Interkulturellen Kalenders 2022 gilt Mehmet Bingöllü, unseren Grafikern Seb Holl-Trieu und Manuel Bürger sowie allen Gesprächspartner*innen und dem Team des Referats für Kultur, Sport und Industriekultur im Regionalverband Ruhr.

Die gedruckte Version des Interkulturellen Kalenders ist leider bereits vergriffen. Eine digitale Version (pdf) zum Herunterladen gibt es >> hier.

Einen erweiterten und autorisierten Kalender von Mehmet Bingöllü mit hunderten weiterer Gedenk- und Feiertage sowie Hinweisen und Erläuterungen finden Sie >> hier. Die*er aufmerksame Leser*in wird Abweichungen an drei Stellen feststellen: Kalender sind in Bewegung!

>> Januar: Afrodiasporisches Engagement in Hamm. Ein Gespräch mit Yemi Ojo und Emmanuel Thethika (Yes Afrika e.V.)

>> Februar: Andere Sprachen finden. Ein Gespräch mit Georg Kentrup (Consol Theater Gelsenkirchen)

>> März: Immer wenn wir die Zukunft berühren, kommt die Vergangenheit. Ayşe Kalmaz und Alican Tazegül über ihre Arbeit an der Webserie Emscherwood: Das Wunder von Lohberg und die Arbeit am Third Space

>> April: Weiterkämpfen. Ein Gespräch mit Milena Yolova und Lajos Gabor (Romano Drom e.V.)

>> Mai: Die Unsicherheit aushalten. Ein Gespräch mit Sandy Brede (acting in concert)

>> Juni: Wir haben uns als Teil der Lösung gesehen. Ein Gespräch mit Tareq Alaows (Refugee Strike Bochum)

>> Juli: Das Ziel war klar. Christian Wagemann und Rahim Darwisha vom 47 e.V. über Platz für Unterschiedlichkeit und praktischen Anti-Rassismus in der selbstorganisierten Soziokultur

>> August: Das Unsichtbare umkehren. Adem Köstereli und Wanja van Suntum / RUHRORTER über den Alltag von Flucht und Migration im Ruhrgebiet und die Gestaltungs(un)möglichkeiten des Theatermachens

 

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>> Interkultureller Kalender 2020

>> Worauf wir uns beziehen können. Interkultur Ruhr 2016-21

Interkultureller Kalender 2022. Foto: Guido Meincke
„Worauf wir uns beziehen können. Interkultur Ruhr 2016-21“. Foto: Guido Meincke
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