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Kooperationen

Alles verändert sich. Mal schnell und mal langsam. Manche Veränderungen lassen sich leicht nachvollziehen, andere bleiben lange oder auch ständig unverständlich. Unsere Zeit wird häufig beschrieben als Übergang, als Herausforderung, die uns mit einer nie dagewesenen Entwicklungsgeschwindigkeit konfrontiert. Wir glauben, dass wir auch heute unsere Strategien der Selbsterfindung verändern können. So wie bereits viele Generationen vor uns. Dass wir wieder Ideale von Gesellschaft und Miteinander finden müssen, die sich mit der Entwicklung unserer Gesellschaft und ihrer Teilhaber gemeinsam transformieren.

Wir teilen den Ort, an dem wir leben. Dieser Ort wird erlebt als Nation, als Kultur, als Staat oder Staatenzusammenhang. Als Stadt oder als Szene, als Community. Innerhalb dieser Situation einigen wir uns auf einige Regeln – und sind ebenso in vielem uneins. In Deutschland, und im Ruhrgebiet vor allen Dingen, koexistieren diverse Ethiken, Moralvorstellungen, Sprachen, Alltagskulturen, Aufenthaltsstatus, Lebenskonzepte, Religionen. Wir sind Viele. Wir brauchen die Freiheit, verschieden zu denken. Es gibt Schnittmengen zwischen den Überzeugungen der anwesenden Bürger*innen, und ebenso viel Ungeteiltes. Unser Boden ist uncommon.

Interkultur Ruhr geht von einer polyzentrischen Geografie zeitgenössischer Kultur aus, die vorherrschende Hegemonien und Deutungshoheiten in Frage stellt. Ziel des Handelns ist ein Ausagieren unterschiedlicher Sichtweisen bei gleichzeitiger Bewusstmachung der eigenen Position sowie die Wertschätzung der Differenz als Wert und eine Diskussion unterschiedlicher Erfahrungen von Mobilität, Heimat, Migration und hiermit verbundener Zuweisungen von sozialem Status.

Mit Interkultur Ruhr wollen wir Schnittmengen erfahren und für Andere sichtbar machen. Deswegen setzen wir uns gezielt dem Zufall aus, vermeiden die Repräsentation und suchen dafür die Begegnung. Die Methode ist die des umgedrehten Blicks auf uns selbst als diverse Gesellschaft; einer Erkundung der Region, in der das Projekt Interkultur Ruhr verortet ist; einer Expedition zu uns selbst. Um einen Eindruck schaffen zu können von der programmatischen Unübersichtlichkeit des Feldes, in dem wir uns bewegen, kooperieren wir mit sehr unterschiedlichen Akteur*innen auf verschiedenen Ebenen. Das unsystematische Vorgehen ist Programm. Im Unterwegssein ändern sich die Erkenntnisse. Wir nehmen sie mit und verflüssigen uns hinein in die Vielgestaltigkeit unserer Umgebung und der in ihr lebenden Menschen.

Im Zentrum des kuratorischen Handelns steht eine Praxis des Zuhörens, der bewussten Überschreibung von künstlerisch/kuratorischen Formatierungen aus dem System der zeitgenössischen Kunst und der Öffnung für Praktiken, die den rein symbolischen Raum der Kunst überschreiten. Politische Splitterbewegungen stehen neben großen Institutionen, marginalisierte Communities neben einem etablierten Kulturbürgertum – wie im echten Leben. Interkultur Ruhr behauptet das bewundernswerte Nebeneinander, schafft ein Dach für all das und figuriert damit das, was ist.  

Die Kooperationen, die im Mittelpunkt des ersten Programmzyklus stehen, werden mit regionalen Institutionen und eingeladenen Künstler*innen durchgeführt. Sie entsprechen einer losen Folge von Motiven, die sich im Laufe der Zeit verändern und erweitern.

Text: Johanna-Yasirra Kluhs, Fabian Saavedra-Lara, 2016

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2020

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    Der Interkulturelle Kalender des Ruhrgebiets

    #Kalender #Reise #Vielfalt

    Der Interkulturelle Kalender 2020 feiert die einzigartige Vielfalt des Ruhrgebiets. Kommen Sie mit auf eine Reise durch das Jahr zu spannenden und wichtigen Orten vieler Kulturen und Gemeinschaften.

    Gehen Sie mit uns den Gedanken und Erfahrungen verschiedener Akteur*innen nach und nutzen Sie die monatlichen Reisetipps und Anregungen für eigene Besuche, Begegnungen und Streifzüge durch die Region!

    Bereits seit den frühen 1980er Jahren realisiert Mehmet Bingöllü einen Interkulturellen Kalender in Eigeninitiative. Mit großer Freude haben wir im Jubiläumsjahr des Regionalverbands Ruhr diese Arbeit in einer Sonderedition gemeinsam fortgesetzt und verknüpfen sie mit aktuellen Themen, Fragestellungen und Bildwelten.

    Die gedruckte Version des Interkulturellen Kalenders ist leider vergriffen. Eine digitale Version (pdf) zum Herunterladen finden Sie hier. Zum Interkulturellen Kalender 2020 ist zusätzlich ein Podcast erschienen. Einen erweiterten Kalender von Mehmet Bingöllü mit hunderten weiterer Gedenk- und Feiertage sowie Hinweisen und Erläuterungen finden Sie hier: 2020.

    Der Interkulturelle Kalender des Ruhrgebiets ist ein Projekt von Mehmet Bingöllü und Interkultur Ruhr in Kooperation mit der Alevitischen Gemeinde Essen e.V., dem Iranischen Informations- und Kulturzentrum Essen, der Bahá’í-Gemeinde Essen, Teranga Bochum e.V., der Hinduistischen Gemeinde Hamm, dem Buddhistischen Zentrum Essen, der Yeni Camii Essen, dem Fest der Toten in Dortmund, dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R., kitev (Kultur im Turm e.V.) u.a.; Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Dortmund, Hamm u.a., Podcast von Olga Felker.

    Status: ongoing

    > Interkultureller Kalender 2020

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    Der Interkulturelle Kalender des Ruhrgebiets
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    Pangaea Studios: Leuchtende Überraschung

    #Webserie #Kalender #Performance

    Der Interkulturelle Kalender des Ruhrgebiets hatte anlässlich des Sankt-Martins-Tags zusammen mit dem Transnationalen Ensemble Labsa zu einer “Leuchtenden Überraschung“ ins Dortmunder Unionviertel eingeladen. Aus der Idee eines performativen Stadtrundgangs ist ein neues Format geworden: Der Tomorrow Club Kiosk von Labsa verwandelt sich im November 2020 in ein temporäres Fernsehstudio, in dem mehrere Episoden einer Webserie entstehen.

    Für dieses neue Format arbeiten Labsa und Interkultur Ruhr mit der Filmemacherin und Medienkünstlerin Lisa Domin zusammen. Themen sind dabei Träume, Schlaf und eine kritische Kulturgeschichte des Lichts aus unterschiedlichen Perspektiven. Auszüge aus dem Recherchematerial zum Projekt "Sorry, ich muss schlafen!" des Transnationalen Ensembles Labsa bilden den künstlerischen Rahmen der Serie und aktivieren das Widerstandspotenzial von Schlaf und Träumen.

    Gesprächspartner*innen sind u.a. der Anthropologe Alexis Rodríguez, die Medienwissenschaftlerin Henriette Gunkel, die Empowerment-Trainerin und Forscherin Cecil Arndt, der Stadthistoriker Wolfgang Kienast und das Design-Team von Workout Services.

    Status: ongoing

    > zur Webserie

    > zum Interkulturellen Kalender

    www.labsa.de

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    Leuchtende Überraschung #1. Foto: Pangaea Studios
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    Kulturpolitische Handlungsempfehlungen

    #Netzwerk #Sichtbarkeit #Förderung #Archive

    Die kulturelle Vielfalt der Metropole Ruhr lebt von ihrer engagierten freien Szene. Kunst- und Kulturschaffende mit Migrationsgeschichte haben die Region seit Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt. Ihre Arbeit wird jedoch nach wie vor als Randphänomen wahrgenommen und ist gerade heute mit vielen Herausforderungen konfrontiert.

    Das Netzwerk Interkultur Ruhr gibt kulturpolitische Handlungsempfehlungen heraus zur Stärkung der interkulturellen Szene im Ruhrgebiet.

    Seit 2016 treffen sich im Netzwerk Interkultur Ruhr regelmäßig interkulturelle Akteur*innen, Initiativen und Organisationen des Ruhrgebiets, um sich über Erfahrungen aus der täglichen Arbeit, über Anliegen, Bedarfe und Chancen auszutauschen.

    2019 hat das Netzwerk Interkultur Ruhr Potentiale und Bedarfe interkultureller Arbeit im Ruhrgebiet ermittelt, dialogisch Ideen entwickelt und gebündelt. Die Autorinnen Fatima Çalışkan und Miriam Yosef haben Fokusgruppen aus freien Künstler*innen, Kulturschaffenden, Produzent*innen, Praktiker*innen etc. gebildet und Befragungen durchgeführt. Das Ergebnis liegt jetzt in Form von Kulturpolitischen Handlungsempfehlungen vor. Das Dokument steht > hier zum Download bereit.

    Die Kulturpolitischen Handlungsempfehlungen umfassen wesentliche, in die Zukunft gerichtete Anliegen und Konzepte der interkulturellen Szene des Ruhrgebiets und darüber hinaus. Zusätzlich werden Querverweise zum Kulturfördergesetz NRW, dem Gesetz für Teilhabe und Integration des Landes NRW sowie zur Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030 des MKFF hergestellt.

    Eine Einordnung der umgebenden gesellschaftlichen Dimensionen trägt die Autorin und Publizistin Mithu Sanyal mit ihrem Text “Willkommen in der Neuen Deutschen Welt” bei, der sich als ein orientierendes Geleit zu diesen Entwicklungsvorschlägen versteht.

    Status: ongoing

    > kulturpolitische Handlungsempfehlungen

    > Netzwerk Interkultur Ruhr

     

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    Netzwerktreffen in Oberhausen, 2020. Foto: Guido Meincke
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    FOR THE RECORD 2020

    #Listeningsession #Interviews #Mixtapes

    OFF THE RECORD ist eine Reihe von Listening Sessions, die sich seit 2017 mit globalen, außereuropäischen Musik- und Subkulturen auseinandersetzt und Brücken ins Ruhrgebiet schlägt.

    Unter dem Titel FOR THE RECORD stellen Guy Dermosessian (Kalakuta Soul Records) und Eva Busch (atelier automatique) rückblickend die Gastmusiker*innen und -DJs mit Interviews und fantastischen Mixtapes persönlich und musikalisch vor.

    Die thematische Bandbreite der Veranstaltungsreihe reicht von der Sichtbarmachung vergessener oder marginalisierter Stimmen der Musikgeschichte bis hin zur Diskussion aktueller popkultureller Phänomene. Dabei spielt eine kritische Sensibilität für die sozialen und politischen Rahmungen dieser Entwicklungen eine große Rolle, vor allem in Hinblick auf die historischen Dimensionen postkolonialer gesellschaftlicher Verfasstheiten und zeitgenössischer Deutungshoheiten, Verwertungs- und Ausbeutungslogiken im Musikbereich.

    Status: ongoing

    > FOR THE RECORD #1: Ernesto Chahoud

    > FOR THE RECORD #2: Habibi Funk

    > FOR THE RECORD #3: Esa

    > FOR THE RECORD #4: Kornelia Binicewicz

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    FOR THE RECORD #1: Ernesto Chahoud. Grafik: Fadi Abdelnour
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    Faţadă / Fassade: Ausstellung, Werkstatt, Diskursort

    #Ausstellung #Rom*nja #Architektur

    Die Ausstellung Faţadă / Fassade, die vom 24. Oktober 2020 bis zum 21. März 2021 im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U zu sehen ist, zeigt Modell-Arbeiten zur Rom*nja-Baukultur aus dem kollaborativen Kunstprojekt der Werkstatt Mallinckrodtstraße, von denen eines im September 2019 an einer Hausfassade in der Dortmunder Nordstadt realisiert wurde. Die Ausstellung richtet den Fokus auf eine besondere Form von Architektur, die in den letzten 30 Jahren u.a. in Rumänien entstanden ist.

    Ein Projekt von HMKV, Interkultur Ruhr und Werkstatt Mallinckrodtstraße. Mit Arbeiten des Teams Werkstatt Mallinckrodtstraße: Alex Ciurar, Cernat Siminoc (Roger), Christoph Wachter, Constantin Ciurar, Cristina Siminoc, Leonardo Radu, Lincan Raimond, Mathias Jud, Memo Ciurar, Stefan Raul, Vasile Siminoc u.v.a.

    Partner des Projekts: Djelem Djelem – Dortmunder Festival für Roma-Kulturen. Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Stadt Dortmund, Fonds Soziokultur, Kunststiftung NRW. Das Rahmenprogramm wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Der HMKV wird gefördert durch: Stadt Dortmund / Dortmunder U

    Status: ongoing

    > zur Ausstellung

    > Notiz: Einleitung von Inke Arns & Fabian Saavedra-Lara

    > www.hmkv.de

     

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    Faţadă / Fassade: Ausstellung im HMKV. Foto: Guido Meincke
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    Agentur Ausländerrauş: Akkordarbeit im halbverbrannten Wald

    #Recherche #Archiv #Literatur

    Die Agentur Ausländerrauş widmet sich in diesem Projekt der Sichtbarmachung der Arbeit von Literat*innen, Intellektuellen und Kulturschaffenden, die in den 1970-1990er-Jahren aus der Türkei/Anatolien/Mesopotamien ins Ruhrgebiet emigriert sind und die im Ruhrgebiet und in Köln tätig waren.

    Ausgehend von einer Suche nach der „eigenen Konstruktionsgeschichte“ recherchiert Nesrin Tanç die komplexe Geschichte von Verflechtungen und Spuren, die sogenannte Immigrant*innen aus der Türkei hinterlassen haben.

    Die Recherche des Projekts „Agentur Ausländerrauş: Akkordarbeit im halbverbrannten Wald“ sollte im April 2020 in Duisburg in einer ersten performativen Werkschau präsentiert werden. Aufgrund der Anti-Corona-Maßnahmen war dies nicht möglich. Im September konnte die Lecture Performance beim Favoriten Festival 2020 in Dortmund Premiere feiern. Eine im November geplante Ausgabe im Lehmbruck Museum Duisburg musste ins kommende Jahr verschoben werden.

    Im Dezember 2020 ist eine Installation mit Auszügen der Arbeit im Rahmen der Ausstellung „Geister, Spuren, Echos: Arbeiten in Schichten“ der Akademie der Künste der Welt, Köln zu sehen.

    "Agentur Ausländerrauş: Akkordarbeit im halb verbrannten Wald" entsteht in Kooperation mit der Akademie der Künste der Welt und Interkultur Ruhr.

    Status: ongoing

    > zum Projekt

    > Notiz von Nesrin Tanç: Akkordarbeit im halb verbrannten Wald ... im HomeOffice

    > www.adkdw.org

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    Akkordarbeit im halbverbrannten Wald
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    Salon der Perspektiven: Yallah KunstbetReiben

    #Kompliz*innen #BiPoC #Magazin

    Die Projektreihe Yallah KunstbetReiben! der Initiative Salon der Perspektiven widmet sich in einem Printmagazin und einer Ausstellungsreihe zum Thema Kompliz*innenschaft den Perspektiven von BiPoC / FLINT Künstler*innen und Kulturschaffenden.

    Autor*innen, Gestalter*innen, Fotograf*innen, Essayist*innen, Aktivist*innen und weitere Akteur*innen werden in öffentlichen Calls eingeladen, Beiträge einzureichen. Das Printprodukt wird öffentlich ausgelegt und käuflich erwerbbar sein. Auszüge aus dem Zine werden in einer Schaufensterausstellung gezeigt.

    Yallah KunstbetReiben! ist ein Projekt des Salon der Perspektiven in Kooperation mit Interkultur Ruhr, gefördert vom Fonds Soziokultur.

    Status: ongoing

    > zum Projekt

    > Notiz: YallahKompliz:innenschaft!

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    Salon der Perspektiven
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    Favoriten Festival 2020: Maşallah Dortmund

    #Festival #Intervention #Kanakisierung

    Tunay Önder vom migrantenstadl ruft zur Kanakisierung in die Dortmunder Nordstadt. Maşallah Dortmund ist eine Programmreihe innerhalb des Favoriten Festivals 2020. Vier Tage lang, vom 17.–20.09., versammeln sich transnationale Pionier*innen aus und von außerhalb des Potts für Gespräche, Diskussionen, große und kleine Reden, Monologe, Dialoge, für Lyrik, Lesungen, Filmscreenings und musikalische Beiträge.

    Kuration: Tunay Önder (migrantenstadl). Kuratorischer Beirat / Redaktion: Imad Mustafa, Nuray Demir, Tuğba Önder, Lütfiye Güzel. Produktionsleitung: Aylin Kreckel, Jasmina Musič.

    Maşallah Dortmund, eine vielschichtige Veranstaltungsreihe zur Kanakisierung der Kultur, ist ein Projekt im Rahmen des Favoriten Festivals 2020 in Kooperation mit Interkultur Ruhr, gefördert durch die LWL-Kulturstiftung, die Kunststiftung NRW, Interkultur Ruhr sowie die LAG Soziokultur NRW.

    Status: abgeschlossen 2020

    > zum Projekt

    > Notiz: Maşallah Dortmund! Tunay Önder vom migrantenstadl ruft zur Kanakisierung in die Nordstadt

     

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    Maşallah Dortmund. Foto: Favoriten Festival 2020
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    Gegen das Vergessen, für die Aufklärung!

    #Rassismus #Anschlag #Gedenken

    „Der Brandanschlag 1984 in Duisburg wurde vergessen gemacht. Wir fordern eine kritische Aufarbeitung des Anschlags! Wir fordern die Überprüfung des Motivs Rassismus! Wir fordern eine Aufklärung, die es für uns bis heute nicht gegeben hat! Wir fordern Konsequenzen!“

    Bei einer Kundgebung am 26. August 2020 hat die Familie Satır gemeinsam mit der Initiative Duisburg 1984 ihrer verstorbenen Familienmitglieder gedacht.

    Die Kundgebung ist eine Kooperation der Familie Satır mit der Initiative Duisburg 1984, unterstützt von Rosa Luxemburg Stiftung NRW, GLS Treuhand, Doris Wuppermann Stiftung, Interkultur Ruhr, Amadeu Antonio Stiftung und Stadt Duisburg.

    Status: abgeschlossen 2020

    > zur Veranstaltung

    > Notiz von Ceren Türkmen und Bengü Kocatürk-Schuster: Duisburg 1984 – aufarbeiten, kollektiv gedenken und anklagen

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    Wanheimer Straße 301. Foto: Initiative Duisburg 1984
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    Ruhrgebiet in Bewegung: Arbeitsresidenz zu Fasia Jansen

    #Recherche #Archiv #FasiaJansen

    Die Liedermacherin Fasia Jansen hat von den 1970er Jahren bis in die späten 90er von ihrem Wohnort Oberhausen aus Arbeiter*innenkämpfe, Frauen*bewegungen und (anti-faschistische) Friedensarbeit im gesamten Ruhrgebiet ebenso wie international unterstützt.

    Princela Biyaa und Marny Garcia Mommertz wollen in einer zweimonatigen künstlerischen Residenz Fasia Jansens Werk und Wirken 2020/21 weiter erforschen.

    „Ruhrgebiet in Bewegung: Fasia Jansen“ ist eine Arbeitsresidenz zu Fasia Jansen im Rahmen des Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets, in Kooperation mit dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln 2020.

    Status: ongoing

    > zur Ausschreibung

    > Juryentscheid

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    Fasia Jansen, "35-Stunden-Woche ist das Ziel, Teil II”, Film von R. Schenkmann-Raguse. Foto: Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets / Interkultur Ruhr
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    Curating (In)visibilities - Curating Resistance

    #Festival #Intervention #RuhrInternational

    “Ruhr International: Das Fest der Kulturen”, das am 30. Mai 2020 in Bochum hätte stattfinden sollen, wurde leider abgesagt. Innerhalb dieses Festivals wollte ein kuratorisches Team auf Einladung von Interkultur Ruhr eine Intervention realisieren, die bestimmte Begrifflichkeiten und Praktiken rund um das Festival kritisch reflektiert.

    Kuratorisches Team: Mohamed Altoum, Fatima Çalışkan, Megha Kono-Patel, Alexis Rodríguez, Miriam Yosef.

    Curating (In)visibilities - Curating Resistance, Konzept einer Intervention bei Ruhr International in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer Bochum Kulturzentrum, der Stadt Bochum und der Bochumer Veranstaltungs-GmbH / Jahrhunderthalle Bochum, unterstützt von der Sparkasse Bochum, der Stiftung der Sparkasse Bochum und WDR Radio Cosmo.

    Status: abgeschlossen 2020

    Olga Felker hat im Podcast mit Alexis Rodríguez Suárez und Megha Kono-Patel gesprochen: > Ruhr_Inter – zur Idee einer Intervention

    www.ruhr-international.de

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    Kuratorisches Team. Foto: Olga Felker
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    Workshops zur Anti-Rassismus-Klausel

    #Workshop #Theater #Rassismus

    Kaum ein Thema hat die Theaterlandschaft 2019 so beschäftigt wie die von der Regisseurin Julia Wissert und der Anwältin Sonja Laaser erarbeitete Anti-Rassismus-Klausel. In Oberhausen hat die Gruppe Technocandy öffentlich für sicherere Arbeitsbedingungen gekämpft – letztlich ohne Erfolg für die eigenen Verträge, aber sichtbar. Interkultur Ruhr hat sich im Februar 2020 an der Organisation eines zweitägigen öffentlichen Arbeitstreffens im Rahmen von DIE VIELEN NRW beteiligt.

    Die Anti-Rassismus-Klausel verfolgt das Ziel, im Rahmen eines Vertragsverhältnisses Beteiligte vor rassistischen Äußerungen und Übergriffen durch Mitarbeiter*innen der*des Auftraggeber*in zu schützen.

    Die AG Selbstkritik von DIE VIELEN NRW hat nun ein zweitägiges Arbeitstreffen zur Anti-Rassismus-Klausel initiiert, das am 27. und 28. Februar 2020 im Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr stattfand. Am ersten Tag waren Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen, Aktivist*innen und Assoziierte der Freien Szene eingeladen, sich mit der Klausel zu beschäftigen. Der zweite Tag richtete sich an Vertreter*innen von Kunst- und Kulturinstitutionen, insbesondere die Intendant*innen, Verwaltungsleiter*innen und Geschäftsführer*innen, die die Erklärung der Vielen NRW unterzeichnet haben.

    Status: abgeschlossen 2020

    > Workshops für Künstler*innen, Aktivist*innen, Kulturarbeiter*innen und Assoziierte der Freien Szene

    > Workshops für Vertreter*innen von Kunst- und Kulturinstitutionen

    > Notiz: Arbeitskampf am Stadttheater. Ein Gespräch mit Technocandy und Aurora Rodonò

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    Technocandy
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    Familienfilme des Ruhrgebiets auf Tour 2020

    #Familienfilmarchiv #Filmscreening

    Das Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets ist auf Tour. Auch 2020 wurden Auszüge zu verschiedenen Anlässen gezeigt. Es gab Filmscreenings im Rahmen der Ausstellung „Vom Streben nach Glück - 200 Jahre Auswanderung nach Amerika“ und anlässlich des Internationalen Frauentags in Kooperation mit dem Förderverein Henrichshütte Hattingen sowie im Seminar Zeitzeuge Film & Bild der Freien Universität Oberhausen.

    Familienfilme des Ruhrgebiets auf Tour: Filmscreenings im Rahmen der Ausstellung „Vom Streben nach Glück - 200 Jahre Auswanderung nach Amerika“ in Kooperation mit dem Förderverein Henrichshütte Hattingen.

    Familienfilme des Ruhrgebiets auf Tour: Filmscreening anlässlich des Internationalen Frauentags in der Henrichshütte Hattingen, in Kooperation mit dem LWL Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.

    Rebecca Gottschick und Geremia Carrara: Zeitzeuge Film & Bild - Super8, Video, Talk, Filmscreenings im Rahmen eines Seminars der Freien Universität Oberhausen, ein Projekt von kitev (Kultur im Turm e.V.).

    Das Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets entstand im Rahmen des Projektes Interkultur Ruhr mit Unterstützung des Forums für Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. Archivträger ist die Stiftung Ruhr Museum.

    Status: ongoing

    > zum Projekt

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    “Tour de Ruhr”, Film von F. Meyer, Super8, digitalisiert. Foto: Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets / Interkultur Ruhr

2019

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    OFF THE RECORD 2019

    #ListeningSessions #Archiv #Dekolonisierung

    OFF THE RECORD ist eine Reihe von Gesprächen und Listening Sessions mit internationalen Künstler*innen, Musiker*innen und DJs, die sich seit 2017 mit globalen, außereuropäischen Musik- und Subkulturen auseinandersetzt und Brücken ins Ruhrgebiet schlägt. Das Projekt wurde 2019 in Kooperation mit Kalakuta Soul Records, dem atelier automatique und dem Why Not? Kollektiv fortgesetzt. Zu Gast waren Hiba Salameh aus Haifa und Fatou aus Hamburg.

    OFF THE RECORD ist eine eine Veranstaltung von Kalakuta Soul Records und dem atelier automatique in Kooperation mit Interkultur Ruhr.

    Status: ongoing

    > Off the Record #3: Hiba Salameh

    > Off the Record #4: Fatou

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    OFF THE RECORD #4: Fatou. Grafik: Fadi Abdelnour
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    Rebetiko Ruhr

    #Musik #Diaspora #Griechenland #Türkei

    Rebetiko ist eine populäre Musikform aus Griechenland, die sich im frühen 20. Jahrhundert als urbane Subkultur von griechischen Geflüchteten aus dem Gebiet der heutigen Türkei entwickelt hat und weltweit bis heute weiterlebt.

    Die Konzertreihe Rebetiko Ruhr brachte regionale Rebetiko-Ensembles in Dialog mit der Arbeit „ΑΛΛΗΛΕΓΓΥΗ“ von Barbara Ehnes & Team, die bei der Ruhrtriennale 2019 gezeigt wurde.

    Als nach dem Ersten Weltkrieg Menschen griechischer Abstammung in großer Zahl aus Kleinasien vertrieben wurden, brachten sie den orientalischen improvisierten Gesangsstil „Amanes“ mit, der diese Musik bis heute prägt. Die Lieder der „Rebetes“ reflektieren ihre Lebenssituation am Rand der Gesellschaft: Sie handeln von politischer und ökonomischer Ausgrenzung, vom täglichen Überlebenskampf, Heimweh und Liebe.

    100 Jahre später sind diese Themen so aktuell wie damals. Im Rahmen der Ruhrtriennale befassten sich die Künstlerin Barbara Ehnes und ihr Team in einer mehrteiligen Video-Installation mit dem Thema „Αλληλεγγύη“ (Solidarität) und schlugen eine Brücke zwischen dem von der Schuldenkrise schwer getroffenen Griechenland und dem im Strukturwandel befindlichen Ruhrgebiet. Im Rahmenprogramm gab es einen musikalischen Austausch zwischen Rebetiko und Neuer Musik des zeitgenössischen griechischen Komponisten Eleftherios Veniadis.

    Dass Rebetiko auch im Ruhrgebiet gelebt wird, zeigte der Beitrag von Interkultur Ruhr in Form von zweier moderierter Konzerte. Dabei stand die Geschichte und Rezeption des Rebetiko als diasporische Musiktradition im Mittelpunkt, die in vielen verschiedenen Weltgegenden weiterhin gepflegt wird. Am 20.09. war Rebetik.on und am 27.09.2019 das Ensemble Paradoxon im Neuland in Bochum zu Gast.

    Rebetiko Ruhr ist ein Projekt von Interkultur Ruhr, unterstützt durch die Ruhrtriennale und Wostspitze e.V.

    Status: abgeschlossen 2019

    > zum Projekt

    > Notiz: Zwischen Solidarität und allen „Süßigkeiten, die die Nacht anbietet“ – Rebetiko

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    Rebetiko Ruhr: Paradoxon. Foto: Guido Meincke
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    Faţadă/Fassade: Ausstellung, Gespräch und Werkstattparty

    #Sichtbarmachung #Hausfassade #Zeichen

    Das Leben im Ruhrgebiet hat viele Formen. Ein neues architektonisches Zeichen in der Dortmunder Nordstadt macht diese kulturelle Vielfalt im Straßenbild sichtbar.

    Im Sommer 2019 haben Mitglieder der Werkstatt Mallinckrodtstraße am Dortmunder Nordmarkt die Fassade eines Wohnhauses neu gestaltet. Der Entwurf geht auf Rom*nja-Architekturen zurück, die in letzter Zeit vermehrt in Rumänien entstehen.

    Über ein Jahr lang haben Anwohner*innen aus der Roma-Gemeinschaft des Dortmunder Nordmarkts in einer neu gegründeten Werkstatt Modelle zur Gestaltung einer Hausfassade in der Nachbarschaft entwickelt. Inspiriert sind die Modelle von den fantastischen Bauformen, die Roma-Familien seit vielen Jahren in Dörfern und Straßenzügen Rumäniens realisieren. Einer der Entwürfe wurde im Sommer 2019 gemeinschaftlich an einem Wohnhaus in der Schleswiger Straße 31 umgesetzt.

    Seinen Anfang nahm das Projekt 2016 mit einer Recherche-Reise nach Rumänien, die eine Gruppe von Roma, Akteur*innen und Künstler*innen auf Einladung von Interkultur Ruhr unternahmen. Auch dort werden Roma heute systematisch diskriminiert, leben abgedrängt, meist in provisorischen Behausungen hinter den Industriezonen jenseits der Städte und Dörfer. Ein außerhalb Rumäniens nahezu unbekanntes Phänomen ist die spezifische Bauweise der rumänischen Roma, die sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet hat, mit ihrer originellen architektonischen Farb- und Formensprache.

    Anschließend an die Recherche konnte 2017 eine Werkstatt am Dortmunder Nordmarkt für das Projekt eingerichtet werden, um gemeinsam mit Akteur*innen aus Roma-Gemeinschaften im Ruhrgebiet der Frage nachzugehen, wie ein selbstbewusstes Zeichen ihrer Kultur sichtbare Gestalt im Stadtraum annehmen könnte. Schließlich entstand die Idee, in gemeinschaftlicher Arbeit eine Hausfassade in unmittelbarer Nachbarschaft nach dem Vorbild der Häuser in Rumänien umzugestalten.

    Das neue architektonische Zeichen, das die Dortmunder Community auf ungewohnte Weise im Stadtbild repräsentiert, durchbricht weit verbreitete Vorstellungen von Wohn- und Lebensformen einer gesellschaftlichen Gruppe, die oft unter extrem prekären Umständen leben muss und immer noch in hohem Maße von Marginalisierung und Stigmatisierung betroffen ist. Modellhaft stellt die Fassade die Frage nach Deutungshoheiten, nach Mitspracherecht bei der Stadtgestaltung und Möglichkeiten der Teilhabe in einer diversen Stadtgesellschaft.

    Im Rahmen des Familienfests des Roma Kulturfestivals Djelem Djelem am 12. September 2019 auf dem Dortmunder Nordmarkt luden die Akteur*innen der Werkstatt ein, die Fertigstellung der Fassadengestaltung in der Schleswiger Straße 31 gemeinsam zu feiern.

    “Faţadă / Fassade” ist ein Projekt von Interkultur Ruhr und der Stadt Dortmund in Kooperation mit Roger, Brazai, Vasile, Georghiza, Cristina, Hagi, Cernat, Stefan, Alex, Memo, Constantin, Christoph, Mathias, u.v.a.; Partner: Roma Kulturfestival Djelem Djelem, GrünBau gGmbH.

    Status: ongoing

    > zur Veranstaltung

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    Faţadă / Fassade, Schleswiger Straße 31. Foto: Guido Meincke
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    Familienfilme des Ruhrgebiets auf Tour 2019

    #Familienfilmarchiv #Filmscreening

    Das Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets ist 2018 aus einem Aufruf von Interkultur Ruhr entstanden. 2019 wurden Auszüge aus dem Archiv zu verschiedenen Anlässen gezeigt, u.a. im „Café Kosmos“ beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln 2019, im Rahmen des Programms „Überleben in Zeiten des Kapitalismus“ der Niehler Freiheit in Köln und einer Reihe von Filmscreenings, kuratiert von Geremia Carrara in Kooperation mit der Freien Universität Oberhausen.

    Café Kosmos. Zwei Schmalfilmabende aus dem Familienfilm-Archiv des Ruhrgebiets mit Kommentaren im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln 2019. Eine Kooperation mit IFFF Dortmund|Köln, Stiftung Ruhr Museum, Akademie der Künste der Welt. Mit Unterstützung vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V., dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung und der Ruhr Tourismus GmbH. Dortmund, Köln 2019.

    In Arbeit. Filmabend im Rahmen des Programms „Überleben in Zeiten des Kapitalismus“, mit Vorfilm aus dem Familienfilm-Archiv des Ruhrgebiets, in Kooperation mit Niehler Freiheit e.V., mit Unterstützung vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V., der Stiftung Ruhr Museum, dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung und der Ruhr Tourismus GmbH. Köln 2019.

    Familienfilme des Ruhrgebiets auf Tour, Filmscreenings aus dem Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets im Zentrum Altenberg, auf dem Museumsbahnsteig und im Rathaus Oberhausen. Ein Projekt von Geremia Carrara in Kooperation mit der Freien Universität Oberhausen, kitev und dem Kino im Walzenlager, gefördert von VG Bild-Kunst. Mit Unterstützung vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V., der Stiftung Ruhr Museum, dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung und der Ruhr Tourismus GmbH. Oberhausen 2019.

    Status: ongoing

    > Café Kosmos / Internationales Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln 2019

    > In Arbeit / Niehler Freiheit

    > Familienfilme des Ruhrgebiets auf Tour

    > Notiz: Neue Archive – Neue Erinnerungen

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    Café Kosmos. Foto: Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets / Interkultur Ruhr
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    Afro Ruhr Festival: Mohamed Altoum

    #Ausstellung #Austausch #Vernetzung

    Mohamed Altoum war 2018/19 Resident im Programm “Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr” in Kooperation mit der Silent University in Mülheim an der Ruhr. Interkultur Ruhr hat den Sudanesische Künstler zum Afro Ruhr Festival nach Dortmund eingeladen, um Bilder und Videoarbeiten seiner künstlerischen Reise auf den Spuren migrantischer Communities der Nubier zu zeigen, die als große Diaspora über den gesamten Osten Afrikas verstreut leben.

    Das 10. Afro-Ruhr-Festival fand vom 28. bis 30.06.2019 im Dietrich-Keuning-Haus Dortmund statt. Das Ausstellungsgespräch mit Mohamed Altoum war eine Kooperation von Africa Positive e.V. mit Interkultur Ruhr.

    Status: abgeschlossen 2019

    > zur Veranstaltung

    > Notiz: „Kunst ist eine kreative Plattform, um sich zu äußern und Veränderungen zu bewirken.“ Künstlergespräch mit Mohamed Altoum

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    Foto: Mohamed Altoum
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    Post-Heimat Arbeitstreffen

    #Vernetzung #Theaterarbeit #Reflexion

    Eine dauerhaft veränderte, transkulturelle Theaterlandschaft in Deutschland – diese Utopie verfolgt ein neues Netzwerk, das sich im März 2019 zum bundesweiten Arbeitstreffen „Post-Heimat – Encounter #2“ am Theater an der Ruhr getroffen hat. Ensembles aus ganz Deutschland trafen mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Gruppen und Initiativen aus NRW zusammen, deren Theaterarbeit in besonderer Weise mit Herausforderungen durch Migration, Flucht und Exil verknüpft ist.

    Post-Heimat. Bundesweites Arbeitstreffen von Initiativen interkultureller Theaterarbeit zu den Themen Flucht, Migration und Diversität. Mülheim an der Ruhr 2019. Interkultur Ruhr unterstützt das Netzwerk inhaltlich, monetär und zu Fragen der weiteren Vernetzung im Ruhrgebiet.

    Status: ongoing

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    > Notiz: Netzwerk für eine andere Theaterlandschaft

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    Ruhrorter. Foto: Franziska Götzen

2018

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    knowbotiq: Amazonian Flesh – neue Imaginationen des Arbeitskampfes

    #Arbeit #Digitalisierung #Solidarität

    Algorithmische Unternehmen wie Amazon sind die Speerspitze der neuen Arbeitsverhältnisse in der digitalen Wirtschaft. Seit 2017 geht die Künstler*innengruppe knowbotiq im Projekt "Amazonian Flesh" den Verflechtungen von Logistik und migratorischen Prozessen und den Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt im Ruhrgebiet nach. Die Ergebnisse wurden im November 2018 in Form einer Ortserkundung im Dortmunder Logistikpark Westfalenhütte, einer künstlerischen Installation und einem Gesprächsabend im Schauspielhaus Dortmund präsentiert.

    An mehreren Orten im Ruhrgebiet hat die digital organisierte Logistikindustrie den Platz der alten Schwerindustrie eingenommen. Wie in der Kohleförderung und Stahlproduktion vergangener Zeiten arbeiten auch in den modernen Logistikzentren Menschen mit sehr unterschiedlichen Herkünften, Geschichten und Erfahrungen zusammen. Die Organisation von Arbeit hat sich durch digitale Technologien (z.B. Robotik, Tracking, Feedbackschleifen) und immer selbstständiger agierende Maschinen (z.B. Bots, künstliche Intelligenzen) jedoch sehr verändert.

    Die Künstler*innengruppe knowbotiq lädt gemeinsam mit Expert*innen aus Kultur, gewerkschaftlicher Arbeit und Wissenschaft ein zu einer Erkundung der neuen logistischen Landschaften im Ruhrgebiet und neuen Formen von Arbeit in einer algorithmisierten Wirtschaftswelt. Vom konkreten lokalen Beispiel des Dortmunder Logistikparks Westfalenhütte ausgehend werden an drei Stationen aktuelle und mögliche künftige Formen von Arbeitskampf, Solidarität und Muße diskutiert sowie eine Gesellschaft nach der Lohnarbeit thematisiert und künstlerisch fabuliert, die sich mit der Automatisierung und Digitalisierung eröffnet.

    Gemeinsam mit einer Gruppe von Expert*innen aus Kultur, gewerkschaftlicher Arbeit und Wissenschaft wurde eine Tagestour durch den Dortmunder Logistikpark unternommen. Im the black frame in der Dortmunder Innenstadt war die Installation „Amazonian Flesh – how to hang in trees during strike“ zu sehen. Den Abschluss bildete ein Diskussionsabend zum Thema "Goldene Zukunft, vollautomatisiert und schwarz-weiß gemalt" im Schauspielhaus/Studio Dortmund.

    knowbotiq: Amazonian Flesh – neue Imaginationen des Arbeitskampfes, Ortserkundung, Installation und Gespräch. Ein Projekt von knowbotiq in Kooperation mit Interkultur Ruhr, gefördert durch Pro Helvetia, das Kulturbüro Stadt Dortmund und das Bundeskanzleramt Österreich/Kunst und Kultur, unterstützt durch das Schauspiel Dortmund, the black frame Dortmund und das Forschungsprojekt "Re-configuring Anonymity".

    Status: abgeschlossen 2018

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    Ortserkundung im Dortmunder Logistikpark Westfalenhütte. Foto: Guido Meincke
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    Wandersalon: Nur noch Rand, keine Mitte?

    #Extremismus #Links #Rechts

    Unter der Überschrift "Nur noch Rand, keine Mitte? Ein Gespräch über Extremismen in Deutschland" wurde am 18.10.2018 in der Zentralbibliothek Duisburg darüber gestritten, was es in einem sich scheinbar auflösenden politischen Koordinatensystem heute bedeutet, „links“ oder „rechts“ zu sein. Eine Diskussionsrunde und Lesung in der Reihe „Wandersalon“ von Urbane Künste Ruhr hat versucht, sich dem Themenkomplex zu nähern.

    „Rechte“ nutzen immer öfter libertäre Strategien von Gegenöffentlichkeit, Gegenkultur und Situationismus, „Linke“ diskutieren Begriffe wie „Heimat“ und versuchen, sich an den laufenden Diskurs anzupassen. Ebenso entstehen neue Allianzen, die sich früher qua Ideologie ausgeschlossen haben. Formen von Extremismus in Deutschland sind komplexer und vielschichtiger geworden. Was bedeutet dies für den politischen Diskurs, was für die Protestkultur in Deutschland? Die Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen scheint drängend wie nie.

    Zu Gast waren Pascal Richmann, Autor von "Über Deutschland, über alles", Gerhild Steinbuch, Dramaturgin, Mitglied des Kollektivs "Freundliche Mitte" und Autorin, u.a. auf dem Blog "Nazis&Goldmund", Thomas Wagner, Wissenschaftler und Publizist, u.a. von "Die Angstmacher. 1968 und die Neuen Rechten" und Jan Schedler, Dozent für Politikwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Moderation: Prasanna Oommen. Lesung: Pascal Richmann.

    Die Veranstaltung ist in Kooperation zwischen Urbane Künste Ruhr, Interkultur Ruhr und der Zentralbibliothek Duisburg entstanden.

    Status: abgeschlossen 2018

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    Prasanna Oommen und Pascal Richmann beim Wandersalon „Nur noch Rand, keine Mitte?“ Foto: Guido Meincke
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    Faţadă / Fassade: Work in Progress

    #Sichtbarmachung #Werkstatt #Ausstellung

    Rom*nja-Familien aus der Nachbarschaft und aus der Region arbeiten seit Sommer 2018 am Dortmunder Nordmarkt an großen Hausmodellen. Inspiriert sind die Modelle von den fantastischen Bauformen, die Rom*nja seit einigen Jahren in Dörfern und Straßenzügen Rumäniens realisieren. Das Projekt Faţadă / Fassade erkundet damit Möglichkeiten einer selbstbestimmteren Präsenz im Stadtraum – insbesondere für eine Bevölkerungsgruppe, die von Marginalisierung und Ausgrenzung betroffen ist.

    Erste Ergebnisse der kollaborativen Arbeit in einer neu gegründeten Werkstatt wurden im Rahmen des Rom*nja -Kulturfestivals Djelem Djelem 2018 als Work in Progress präsentiert. 2019 wurde einer der Entwürfe schließlich als Fassadengestaltung eines Hauses in der Nähe des Nordmarkts umgesetzt. 2020/21 zeigt der Hartware MedienKunstVerein zahlreiche der Hausmodelle in einer Ausstellung zur Rom*nja-Baukultur.

    Faţadă / Fassade: Work in Progress ist eine Kooperation mit Grünbau gGmbH, Stadt Dortmund und dem Roma-Kulturfestival Djelem Djelem 2018.

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    Werkstatt Mallinckrodtstraße, Work in Progress. Foto: Wachter & Jud
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    OFF THE RECORD 2018

    #ListeningSessions #Archiv #Dekolonisierung

    Globale vernetzte Phänomene prägen die Dynamiken verschiedener Pop- und Musikkulturen. Die durch das Ruhrgebiet wandernde Reihe von Listening Sessions, präsentiert von Interkultur Ruhr und Kalakuta Soul Records, lädt dazu ein, mit Akteur*innen der Szene über diese Phänomene zu sprechen und gemeinsam Musik zu hören. Im September 2018 war Kornelia Binicewicz (Istanbul) mit ihrem Projekt „Ladies on Records“ zu Gast.

    Die Reihe der Listening Sessions, die 2017 in einer Kooperation zwischen Kalakuta Soul Records, Cómeme und Interkultur Ruhr entstanden ist, wurde 2018 auf Initiative von Kalakuta Soul Records fortgeführt.

    OFF THE RECORD: Ladies On Records, Gespräch und Listening Session mit Kornelia Binicewicz, ist eine Kooperation mit dem atelier automatique und Kalakuta Soul Records.

    Das „Kalakuta Soul Picnic“ ist ein Projekt von Kalakuta Soul Records, gefördert im Rahmen des Sonderprogramms NRW Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen, durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bochum.

    Status: ongoing

    > Listening Session: Kornelia Binicewicz / Ladies On Records

    > Kalakuta Soul Picnic

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    Kornelia Binicewicz. Foto: Esra Ozdogan
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    Pizza Pangaea

    #PerformativesDesign #Workshop #Webserie

    Was wäre, wenn alle Kontinente zu einer großen Platte verschmelzen würden? Forscher schätzen, dass es in vielen Millionen Jahren so weit sein wird: Pangaea Ultima wird der zukünftige Superkontinent genannt. Wie würden wir zusammenleben, wenn die Kontinente schon morgen eins würden? Wird diese Welt noch Grenzen haben? Und ist das Ruhrgebiet nicht bereits heute eine Pangaea?

    Pizza Pangaea: Webserie mit Schüler*innen der Anne-Frank-Gesamtschule und fünf Pizzerien im Ruhrgebiet

    Fünf Pizzabäckerinnen und -bäcker haben auf Einladung von Interkultur Ruhr ihre eigenen Visionen der kommenden Welt in den Ofen geschoben. In Dortmund, Bochum, Hattingen, Essen und Duisburg gab es im Sommer 2018 „Pizza Pangaea“. Schüler*innen der Anne-Frank-Gesamtschule und der Youngsters Akademie aus Dortmund haben eine Expedition durch die Region unternommen, mit Pizzabäcker*innen und Gästen gesprochen und eine Webserie gedreht, die das Projekt vorstellt.

    Das Projekt „Pizza Pangaea“ verdankt sich einem kontinuierlichen inhaltlichen Dialog mit unserem Grafikdesigner Manuel Bürger und seinem Mitarbeiter Seb Holl-Trieu. Grafikdesign ist von Anfang an nicht nur als Mittel zum klaren Zweck verstanden worden, also werbende, kommunizierende Oberflächen anzubieten, sondern als Vorgang auch Inhalte und Situationen mit zu produzieren. Wesentliche Schritte wie die Entwicklung der Logos oder des Rahmenmotivs „Pangaea Ultima“ sind in Workshopsituationen mit Vielen entstanden und bestimmen so das Auftreten des Programms maßgeblich. 2020 produzieren Pangaea Studios eine neue Webserie mit dem Titel Leuchtende Überraschung“.

    Pizza Pangaea, Workshops, Aktion und Videoprojekt in Kooperation mit The Laboratory of Manuel Bürger, Youngsters Akademie, Anne-Frank-Gesamtschule Dortmund und fünf Pizzerien im Ruhrgebiet. Dortmund, Bochum, Essen, Hattingen, Duisburg 2018.

    Status: abgeschlossen 2018

    > Pizza Pangaea / Webserie

    > Notiz: Reisebericht aus Pangaea Ultima

    > Welcome to Pangaea / Jahresgruß 2018

    > Inter - Design als (interkultureller) Prozess

    > Pangaea Studios: Leuchtende Überraschung

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    Pizza Pangaea. Foto: Interkultur Ruhr
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    Thomas Lehmen: Brauchse Jobb? Wir machen Kunst! (Teil 2)

    #Solidarität #Arbeit #Kunst

    2017 gründete Thomas Lehmen im Rahmen des Projekts “Brauchse Jobb? Wir machen Kunst” die Kunstwohnung in der Oberhausener Gustavstraße. 2018 richtet der kleine Betrieb, in dem Arbeitssuchende zu bezahlten Kunstarbeiter*innen werden, eine temporäre Dependance in der Innenstadt von Alt-Oberhausen ein.

    „Brauchse Jobb? Wir machen Kunst!“ vergibt Verträge für Kunst-Arbeit in Oberhausen, i.d.R. mit allen notwendigen Sozialabgaben versehen Minijobs. Der Gedanke, FÜR Oberhausen und seine Bürger*innen Kunst in allen Sparten zu produzieren, steht zentral. Niemand wird ausgeschlossen. Entscheidend ist, Kunst machen zu wollen, eine Idee zu entwickeln und diese umzusetzen. In den zahlreichen Gesprächen und in den Werken wird Wert auf die Entwicklung von Eigen-Kriterien gelegt.

    "Brauchse Jobb? Wir machen Kunst! (Teil 2)" ist ein Projekt von Thomas Lehmen in Kooperation mit Interkultur Ruhr, gefördert von der Kunststiftung NRW, Stadt Oberhausen, Verfügungsfonds Oberhausen, mit freundlicher Unterstützung vom Oberhausener Gebäude Management, Stadtteilbüro Innenstadt und der Bürgerinitiative zur Erhaltung der Arbeitersiedlung Gustavstraße.

    Status: abgeschlossen 2018, unabhängige Fortsetzung

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    > Notiz: Brauchse Jobb? Wir machen Kunst! – Wer kommt?

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    Oberhausen lieben heißt, ich mache alles für meine Stadt, sogar KUNST! Foto: Thomas Lehmen
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    Werkstattgespräch: The Devil’s Garden

    #Archive #Dekolonisierung #Recherche

    Seit 2017 recherchiert die Künstlerin Heba Y. Amin auf Einladung von Interkultur Ruhr im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Libyen. Die mit Landminen aus dem Zweiten Weltkrieg übersäte Gegend, die umgangssprachlich "The Devil's Garden“ genannt wird, ist trotz der großen räumlichen Entfernung geschichtlich und vor dem Hintergrund aktueller Flucht und Migration mit dem Ruhrgebiet verbunden. Ergebnisse der Recherche wurden im Juni 2018 mit einer Filmvorführung, Werkstattgespräch und Diskussion im endstation.kino in Bochum präsentiert.

    Krieg und Terror, Geopolitik und Kolonialismus, Erinnerungskultur und Tourismus, Vergangenheit und Gegenwart verdichten sich hier zu einem komplexen Geflecht, dessen unterschiedliche und teils widersprüchliche Erzählungen in einem künstlerischen Kurzfilm von Heba Y. Amin offen gelegt werden. Das erste Kapitel dieses Films wurde am 28. Juni in Bochum gezeigt. In einer Ausstellung waren Fotografien zu sehen, die während ihrer Aufenthalte im "Devil's Garden" entstanden sind.

    Die künstlerische Beschäftigung Heba Y. Amins mit diesem Territorium wird weitergehen: Die vielen Stimmen und historischen Erfahrungen, die vor Ort zusammen kommen, sollen auch in zukünftige Manifestationen des Projekts einfließen.

    The Devil's Garden, Filmvorführung, Werkstattgespräch und Diskussion mit Heba Y. Amin im Rahmen des endstation.club, gefördert durch die Akademie der Künste der Welt, Köln.

    Status: abgeschlossen 2018, unabhängige Fortsetzung

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    www.hebaamin.com

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    Heba Amin und Michael Andreas im Werkstattgespräch zum Projekt „The Devil’s Garden“. Foto: Guido Meincke
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    Ruhr International 2018

    #Beteiligung #HineinwachseninBestehendes

    Ruhr International ist das globale Fest der Begegnung im Ruhrgebiet: Aus der Ferne und von hier kommen die Kulturen der Welt in Bochum zusammen. 2018 jährte sich das von der Stadt Bochum, der Bochumer Veranstaltungs-GmbH und dem Bahnhof Langendreer veranstaltete Festival, dessen Konzept auf das seit 1974 bekannte "Kemnade International" zurückgeht, zum vierten Mal. Erstmals war Interkultur Ruhr als Co-Veranstalter dabei.

    2016 hat sich das Festival Ruhr International auf vielfache Weise mit dem Schwerpunkt "Flucht und Kultur" auseinandergesetzt. Die Diskussionsveranstaltung „Flucht und Migration im Kulturbetrieb“ wurde damals durch den Förderfonds Interkultur Ruhr unterstützt.

    Nachdem in der vorangegangenen Ausgabe gemeinsam diskutiert und deutlich gemacht wurde, welche Herausforderungen, Aufgaben und Chancen sich aus der aktuellen Situation ergeben und welche Initiativen möglich und notwendig sind, richtet sich das Augenmerk 2018 darauf, wie die Impulse und Anregungen von damals bis heute umgesetzt worden sind und immer noch umgesetzt werden.

    Beiträge zum Programm von Familie Rangarang / c.t.201, Transnationales Ensemble Labsa, Pottporus e.V., Machbarschaft Borsig11 e.V., Kalakuta Soul Records.

    Ruhr International 2018, eine Kooperation mit Bahnhof Langendreer, der Stadt Bochum und der Bochumer Veranstaltungs-GmbH / Jahrhunderthalle Bochum, mit Unterstützung der Sparkasse Bochum und Cosmo.

    Status: abgeschlossen 2018

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    Transnationales Ensemble Labsa bei Ruhr International 2018. Foto: Guido Meincke
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    Schmelztiegel Ruhrgebiet: Alltag schreibt Geschichte

    #Familienfilmarchiv #Call #Filmbuden

    2018 sammelte Interkultur Ruhr Familienfilme der 1950er bis 1980er Jahre zu den Themen Leben und Ankommen im Ruhrgebiet. Der Aufruf diente dem Aufbau eines Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets. Das Originalmaterial wird digitalisiert und dem zukünftigen Filmarchiv der Mediathek Ruhr auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein übergeben.

    Beim Tag der Trinkhallen im August 2018 wurde eine Auswahl der Filme in mehreren Trinkhallen („Filmbuden“) erstmals prominent präsentiert. Seither ist das Familienfilmarchiv auf Tour, mit Screenings zu verschiedenen Anlässen in der Region.

    Schmelztiegel Ruhrgebiet: Alltag schreibt Geschichte, Aufbau des Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets, in Kooperation mit Ruhr-Tourismus GmbH, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und Stiftung Ruhr Museum. Dank für die wichtige Unterstützung an LWL-Medienzentrum für Westfalen und LVR-Zentrum für Medien und Bildung.

    Filmbuden am Tag der Trinkhallen, Filmscreenings aus dem Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets, in Kooperation mit Ruhr-Tourismus GmbH, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und Stiftung Ruhr Museum. Dank für die wichtige Unterstützung an LWL-Medienzentrum für Westfalen und LVR-Zentrum für Medien und Bildung. Castrop-Rauxel, Bottrop, Recklinghausen, Dortmund, Dinslaken, 25.08.2018.

    Gustav Deutsch: so leben wir, Filmvorführung, Filmscreening aus dem Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets und Gespräch in Kooperation mit dem endstation.kino. Mit Unterstützung vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V., der Stiftung Ruhr Museum, dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung und der Ruhr Tourismus GmbH. Bochum, 23.10.18.

    Status: ongoing

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    > Filmbuden am Tag der Trinkhallen

    > Notiz: „Alles war wild und unbeschwert.“ – Filmbude in Essen-Borbeck am Tag der Trinkhallen

    > Gustav Deutsch: so leben wir

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    Archiv für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets. Foto: Forum Geschichtskultur

2017

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    knowbotiq: Amazonian Flesh – wir sind mehr als nur Daten!

    #Arbeit #Digitalisierung #Widerstand

    Migratorische Prozesse sind seit Jahrhunderten Teil der Geschichte der Logistik. Mit dem Projekt Amazonian Flesh untersucht die Künstler*innengruppe knowbotiq Verknüpfungen von Migration und Logistik anhand von Logistikzentren in Nordrhein-Westfalen, in denen „Arbeitskräfte“ auf der Suche nach Bedingungen des Überlebens, nach Ausbildung und Perspektiven mit einer logistischen Matrix aus algorithmisch gesteuerten Prozessen und Waren erfasst, verschaltet und gesteuert werden.

    Zusammen mit Arbeiter*innen und Angestellten aus Logistikzentren, mit Expert*innen aus wirtschaftsnaher Forschung, mit Arbeitsrechtler*innen und Migrationsforscher*innen werden Fragen verhandelt wie: Welche Transformationen sozialer-technologischer-ästhetischer Verhältnisse entstehen durch die intensive Verflechtung von Logistik und migratorischen Prozessen? Was kann man Politiken der Filterung, Klassifizierung und Priorisierung entgegensetzen? Welche Formen von sozialer Poiesis, welche veränderten Sensorien, Verbindungen und Allianzen können entwickelt werden? Können Figurationen von Formlosigkeit und Anonymität Handlungsfähigkeiten ermöglichen?

    Lokaler Kontext: Im Herbst 2017 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Westfalenhütte in Dortmund das neue Verteilerzentrum von Amazon eröffnet. Dabei entstehen neue Arbeitsplätze, vor allem für Langzeitarbeitslose, Geflüchtete und Arbeitnehmer*innen von Zeitarbeitsfirmen (viele mit migrantischem Hintergrund). Ein Zwischenstand der Recherche wurde im November 2017 bei einem Diskussionsabend unter dem Motto „Wir sind mehr als nur Daten!“ im Chancen-Café 103 in der Dortmunder Nordstadt präsentiert.

    knowbotiq: Amazonian Flesh – Wir sind mehr als nur Daten!, Recherche, Diskussionsabend über neue Formen von Widerständigkeit und Fabulationen zu Logistik und migratorischen Prozessen. Ein Projekt von knowbotiq / Nina Bandi in Kooperation mit Machbarschaft Borsig11 e.V., gefördert von Pro Helvetia und Kulturbüro Dortmund.

    Status: abgeschlossen 2018

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    > Notiz von Nina Bandi: Wir sind mehr als nur Daten

    www.knowbotiq.net

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    Amazonian Flesh
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    Afro-Tech and the Future of Re-Invention

    #Afrofuturismus #Innovation #Technologie

    Die Ausstellung „Afro-Tech and the Future of Re-Invention“ im Hartware MedienKunstVerein mit Festival-Woche in Dortmund stellt eine Verbindung zwischen Afrofuturismus und alternativen technologischen Energien und Imaginationen her. Die in den künstlerischen Arbeiten formulierten spekulativen Narrative werden mit realen Erfindungen aus der Makerszene aus verschiedenen Ländern Afrikas in Beziehung gesetzt.

    So entsteht eine doppelte Verfremdung: Während die künstlerischen Arbeiten dezidiert afrikanische und diasporische Science-Fiction-Narrative entwerfen, erscheinen die realen Erfindungen als Beweise einer bereits begonnenen technologischen Entwicklung. Das AFRO-TECH FEST zur Eröffnung war eine Festivalwoche mit Gesprächen, Vorträgen, Filmvorführungen, Performances, DJ-Sets, Konzerten und Workshops an verschiedenen Orten in Dortmund.

    Afro-Tech & The Future of Re-Invention (21.10.2017– 22.04.2018) war eine Ausstellung über Afrofuturismus und technologische Innovationen im Dortmunder U, mit Festival-Woche, in Kooperation mit dem Hartware MedienKunstVerein (HMKV) und Africa Positive e.V., gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

    Status: abgeschlossen 2018

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    > Notiz: Afro-Tech – ein Gemeinschaftsprojekt über technologische Innovationen und Zukunftsvisionen aus Afrika

    > Notiz: Youngsters Reporter in der Ausstellung Afro-Tech

    www.hmkv.de

    www.africa-positive.de

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    Afro-Tech
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    Gigo Propaganda: Ruhrgebiet JETZT

    #Archiv #Austausch #ObenUntenKonfus

    Gigo Propaganda portraitiert seit 2012 Orte, Menschen und Meinungen im Ruhrgebiet. Ausgangspunkt der Reihe „Ruhrgebiet JETZT“ ist das „Lesen“ der Stadt – ihrer Gebäude und Mythen, und das Verstehen markanter unterschiedlicher Haltungen derer, die hier leben. Die Portraits sind bisher nur in lokalen Zusammenhängen erschienen. Im Rahmen des Residenzprogramms von Interkultur Ruhr wurden die einzelnen Fäden wieder aufgegriffen, um sie zusammenzuführen, mit lokalen Partnern weiterzuentwickeln und neu zu inszenieren.

    Gigo Propagandas Portraits halten Eindrücke aus Gesprächen mit verschiedenen Communities des Ruhrgebiets über mehrere Wochen oder Monate in Bild und Ton fest. Prägnante Aussagen aus Begegnungen werden durch typografische Interventionen (Wilde Typografie & Graffiti Imitat) in den öffentlichen Raum zurückgespiegelt. Das, was oft isoliert stattfindet, wird so zum Auslöser eines gesellschaftlichen Diskurses.

    2017 ging die Portraitreihe auf eine performative Ausstellungsreise durch die Städte der Region. Auf diese Weise wachsen die verstreuten gesellschaftspolitischen und künstlerischen Dialoge über die Städtegrenzen hinweg zu einem Gesamtportrait des sich verändernden Selbstverständnisses der vielfältigen Gesellschaft im Ruhrgebiet zusammen. In Bochum war das Thema „Die Meinung über Chintz“, in Essen ging es um das „Wir-Gefühl“ und in Gelsenkirchen um „nahe und ferne Weisheiten.“

    Gigo Propaganda: Ruhrgebiet JETZT ist eine Recherche und performative Ausstellungsreise der Portraitreihe "Ruhrgebiet JETZT" von Gigo Propaganda in Kooperation mit max Frituur, Lokalfieber e.V., Consol Theater, gefördert vom NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste. Die Portrait-Reihe "Ruhrgebiet JETZT" wird gefördert von Individuelle Künstler Förderung IKF / european center for creative economy.

    Status: abgeschlossen 2018

    > zum Projekt

    > Notiz: VER-WIR-RUNG. Zu Gigo Propagandas Portrait "Wir-Gefühl"

    www.gigopropaganda.com/work/portrait

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    Graffiti
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    Brauchse Jobb? - Wir machen Kunst!

    #Recherche #Arbeit #Solidarität

    Thomas Lehmen recherchiert in Oberhausen am Thema der „Kunst-Arbeit". Das Projekt erarbeitet für die Definition, was-wann-warum-wie-für-wen-wo und in welchem Kontext Kunst ist, mit den Beteiligten in Oberhausen eigene Kriterien. Anstatt vorgefertigte ästhetische Muster zu kopieren, politische Vorgaben zu erfüllen oder Kunst mit Sozialarbeit und Beschäftigungstherapie zu verwechseln, wird Kreativität den eigenen Ideen zur Verfügung gestellt.

    Lohnarbeit für Produkte und Dienstleistungen wird es bald nur noch für 20% der Welt-Bevölkerung geben. Das Geld wird umverteilt werden müssen. Mit sinnloser Ersatz-Beschäftigung werden die Leute sich nicht auf Dauer ruhigstellen lassen. Anstelle von sinnfreiem Individual-Fetisch tritt die Utopie der bezahlten Kunst-Arbeit in Kraft.

    Alle die wollen sind in der Tat Künstler. Man muss das allerdings auch wollen, von alleine geht das nicht. Fliegen kann man auch nicht, wenn man nicht will. Die grundlegenden Entscheidungen, "wo, was, wie, wann, mit wem" eine künstlerische Idee gesetzt werden muss, können prinzipiell von allen Menschen gefällt werden.

    Der Prozess, mit einer eigenen Idee zu arbeiten, orientiert sich hierbei entlang eines einfach strukturierten Modells von „Tatsache-Interpretation-Möglichkeit-Relation". Lässt man angeblich objektive, normative Kriterien für die Arbeit von Kunst und für die Qualität von Kunst mal beiseite, und versteht den Menschen und seine Idee, so ergeben sich die relevanten Kriterien aus den einfachen Fragen, Beobachtungen, den klaren Antworten und letztendlich aus den daraus folgenden Handlungen.

    „Brauchse Jobb? Wir machen Kunst“ ist ein Projekt von Thomas Lehmen in Kooperation mit Interkultur Ruhr, gefördert vom Regionalverband Ruhr, der Kunststiftung NRW, Individuelle Künstler Förderung IKF / european center for creative economy, mit freundlicher Unterstützung vom Verein zur Erhaltung der Arbeitersiedlung Gustavstraße e.V., Stadt Oberhausen, OGM. Station 1 des Projekts im Unterhaus im Oberhaus wurde unterstützt von kitev (Kultur im Turm e.V.).

    Status: abgeschlossen 2018, unabhängige Fortsetzung

    > zum Projekt

    > Notiz: Brauchse Jobb? Wir machen Kunst! Ein Gespräch mit Thomas Lehmen

    http://brauchsejobb.de

    www.thomaslehmen.de

    www.apieceforyou.com

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    A Piece for You
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    Stan’s Cafe: Of All The People In All The World

    #Installation #Statistik #SUR

    Was können Statistiken über die Welt erzählen? Was ist das Verhältnis zwischen abstrakten Zahlen und konkreten Menschen? Die performative Ausstellung „Of All The People In All The World“ der interdisziplinären Künstlergruppe Stan's Cafe im Rahmen des Impulse Theater Festivals 2017 im Ringlokschuppen Ruhr lädt uns ein, mit eigenen Fragen und Statistiken Teil einer poetischen, spielerischen Landschaft vielfältiger Geschichten zu werden, auf die wir uns dennoch unseren eigenen Reim machen müssen.

    „Of All The People In All The World“ / Edition Mülheim ist eine Koproduktion des Impulse Theater Festival und des Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert durch die Bundeszentrale für politischen Bildung, den Regionalverband Ruhr (RVR) und Interkultur Ruhr, Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH. Workshops im Rahmen des Kulturrucksack NRW gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Stan’s Cafe wird unterstützt durch Öffentliche Förderung des Arts Council England.

    An der Konzeption und Durchführung von „Of All The People In All The World“ Edition Mülheim an der Ruhr war die Silent University Ruhr beteiligt.

    Status: abgeschlossen 2017

    > zum Projekt

    > Notiz: Run the World (Girls) – Ein Gespräch mit Bridget Fonkeu über das Frauennetzwerk in der Silent University Ruhr

    www.stanscafe.co.uk

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    Stan's Cafe. Foto: Graeme Braidwood
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    Das andere Zimmer & Ich hielt in meinen Armen das Unmögliche

    #Theater #Installation

    2017 hat sich Interkultur Ruhr an einer Produktion der Künstler*innengruppe RUHRORTER in Mülheim an der Ruhr beteiligt. Die Installation „Das andere Zimmer“ lässt Geschichten alteingesessener und neuer Mülheimer*innen im leerstehenden Schwimmbad eines Hochhauses erklingen. Das Theaterprojekt „Ich hielt in meinen Armen das Unmögliche“ thematisiert ausgehend von Goethes Novellensammlung "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter" den Akt des Sprechens selbst und zeigt, wie kollektiv erfahrene Extremsituationen soziale Bande bis zum Zerreißen spannen.

    Förderer und Kooperationspartner: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Interkultur Ruhr (RVR), Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr, Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung Mülheim an der Ruhr, Stiftung Mülheimer Wohnungsbau, SWB.

    Status: abgeschlossen 2017

    > Das andere Zimmer

    > Ich hielt in meinen Armen das Unmögliche

    www.ruhrorter.com

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    Ruhrorter. Foto: Franziska Götzen
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    Die autoritäre Wende in der Türkei: Wann fing alles an?

    #Türkei #Zensur #Diskussion

    Extra-Podium im Rahmen der 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. – Die verschärfte Unterdrückung und die Versuche, die kulturelle Diversität der Türkei auszulöschen, wirken sich besonders gravierend auf die intellektuellen und künstlerischen Szenen aus. Die Situation kann jedoch nicht einfach auf eine „autoritäre Herrschaft“ reduziert werden. Sie ist vielmehr Teil einer universellen Krise des neoliberalen Kapitalismus und hat darüber hinaus einige spezifische historische Wurzeln.

    In den 1990er-Jahren machte das „Grau“ der neoliberalen Demokratie den Weg frei für die schrillen Töne rechtsgerichteter Politik. Das Podium mit Cüneyt Cebenoyan, Filmkritiker (Istanbul), Banu Cennetoğlu, Künstlerin (Istanbul), Erol Mintaş, Filmemacher (Istanbul), Moderation: Turgut Erçetin, Komponist (Istanbul) stellt die Frage, inwieweit sich die Kunst als kritisches Medium zur Analyse der Vorgänge eignet, die auf die Reflexion der gegenwärtigen Politik in der Türkei einwirkt.

    Das Extra-Podium „Die autoritäre Wende in der Türkei: Wann fing alles an?“ im Rahmen der 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen ist eine Kooperation mit Interkultur Ruhr und der Akademie der Künste der Welt, Köln.

    Status: abgeschlossen 2017

    > zur Veranstaltung

    > Notiz von Turgut Erçetin: Turkey’s Authoritarian Turn – when did it all start?

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    Extra-Podium bei den 63. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen. Foto: Guido Meincke
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    cobratheater.cobra: Odysseen

    #Projektvorhaben #InternationalNormal #GesellschaftderZukunft

    An welchen Orten ereignet sich Gesellschaft? Wo wird sie gemacht? Ohne Zweifel ist die Schule ein Ort, an dem sich die unterschiedlichsten Menschen versammeln. Mit einem verordneten Ziel: sich zu bilden und bilden zu lassen. Der aus Prinzip unübersichtliche Künstler*innenverbund cobratheater.cobra geht auf die Suche nach der Vergesellschaftung, an genau diesem Ort, wo alle schon irgendwann mal waren.

    Fünf Wochen lang will cobratheater.cobra in einer Schule verbringen, um dort zu beobachten, auszuprobieren, sich involvieren zu lassen. So der Masterplan. Wie kann die Utopie eines radikalen Pluralismus hier befördert werden? Was passiert, wenn eine dritte Gruppe auf Lehrer*innen und Schüler*innen trifft? Kann eine Schule ein offenes Haus werden? Wie gehen wir miteinander um?

    Mit künstlerischen Mitteln wollen wir anderes Wissen erarbeiten und uns die Zeit dafür schenken. In Schulen treffen ständig Individuen aufeinander, ständig verhandeln sie ihr Beisammensein. Dem soll ein Forum gegeben werden. Verschiedene Formen von Tätigkeiten, die danach streben, eine ständig neu entstehende Gesellschaft zu beobachten und zu bearbeiten. In der Gesellschaft, in der Schule möchte cobratheater.cobra für diese Prozesse Sorge tragen. Weder als Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen oder Schüler*innen – als Schulfreund*innen.

    cobratheater.cobra: Odysseen, Recherche in Kooperation mit verschiedenen Schulen im Ruhrgebiet. Oberhausen 2017/18.

    Status: abgeschlossen 2018

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    www.cobratheatercobra.com

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    too cool for school. Foto: Juliane Hahn
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    OFF THE RECORD 2017

    #ListeningSessions #Archiv #Dekolonisierung

    Interkulturelle Pop- und Clubmusik ist ein globales Phänomen. Über alle Grenzen hinweg entstehen heute vernetzte Subkulturen, die sich unabhängig von der zumeist westlich geprägten Musikindustrie organisieren und eigene Wege gehen.

    Mit OFF THE RECORD reist eine Reihe von Listening Sessions durch die Region, die musikalische Welten erschließt, die im Popdiskurs kaum eine Stimme haben und sich den herrschenden Deutungshoheiten entziehen.

    2017 war Avril Ceballos vom chilenisch-argentinisch-deutschen Plattenlabel Cómeme auf Einladung von Interkultur Ruhr zu Gast im Ruhrgebiet, um diese zeitgenössischen Pop-Ästhetiken zu erforschen und Kooperationen mit der lokalen Musikszene aufzubauen. In Zusammenarbeit mit Guy Dermosessian, Gründer und Betreiber von Kalakuta Soul Records (Bochum), ist mit den Listening Sessions eine Gesprächs- und Clubreihe entstanden, die durch das Ruhrgebiet wandert und sich jeweils mit einem aktuellen (pop-)musikalischen Thema beschäftigt.

    Im März 2017 waren Ernesto Chahoud und Jannis Stürtz in der Goldkante in Bochum zu Gast, im Juli Esa Williams beim Afro-Ruhr Festival in Dortmund, und zur Ritournelle der Ruhrtriennale hat OFF THE RECORD das Refektorium bespielt, mit Africaine 808, Coco Maria, Charlotte Bendiks und DJ Maboku.

    OFF THE RECORD 2017 ist ein Projekt von Cómeme & Kalakuta Soul Records in Kooperation mit Goldkante, Afro Ruhr Festival, Ruhrtriennale.

    > Off the Record #1: Ernesto Chahoud / Habibi Funk

    > Off the Record #2: Esa Williams

    > Ritournelle – Festivalnacht der elektronischen Musik

    > Notiz: Cómeme en el Ruhrgebiet

    www.musicacomeme.com

    www.facebook.com/kalakutasoulrecords

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    OFF THE RECORD #2: Listening Session mit Esa Williams beim Afro-Ruhr-Festival 2017 in Dortmund. Foto: Guido Meincke
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    Insel des Guten Lebens – Wohlbefinden und Migration in Bochum-Querenburg

    #Migration #ForschungundPraxis #Quartier

    Was passiert, wenn wir Migration und Zuflucht nicht als Ausnahme, sondern als zentralen Bestandteil einer Suche nach dem guten Leben im 21. Jahrhundert betrachten? Was, wenn wir die kreativen Wege, die Menschen auf dieser Suche entdecken, als Wissen anerkennen, das für alle relevant sein könnte?

    Vom 20. bis 23. April 2017 fand in Bochum-Querenburg das Festival „Insel des guten Lebens“ statt, eine experimentelle Kooperation zwischen Stadtgesellschaft, Kunst, Architektur und Wissenschaft.

    Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe “Wohlbefinden und Migration” der Global Young Faculty untersucht seit 2015 aus verschiedenen Perspektiven, wie sich Migrationserfahrungen auf das persönliche Wohlbefinden auswirken. Die jungen Forscher*innen möchten dabei Wissensbestände mit dem realen Leben verknüpfen und eine Kommunikation quer durch die Gesellschaft anregen.

    Für die Insel des guten Lebens arbeitete das Team mit dem Architekten Kerem Halbrecht, der Szenografin Anna Hentschel und dem Spiele-Entwickler Sebastian Quack, sowie mit lokalen Akteur*innenen und Initiativen zusammen, um vor Ort eine temporäre Plattform für Auseinandersetzung und Dialog zu entwickeln.

    Das Projekt fand in Hustadt / Bochum-Querenburg statt, einem Stadtteil, der über die Jahre für Menschen mit den verschiedensten Hintergründen zum Zuhause geworden ist. Bewohner*innen und Gäste erwartete im April 2017 ein viertägiges spielerisches Ausstellungs- und Symposiumsformat, das verteilt im Quartier stattfand und eine Insel des guten Lebens mit Nachdenklichkeit und Entdeckungsfreude erlebbar machte.

    Die „Insel des guten Lebens“ ist eine Zusammenarbeit der Global Young Faculty mit den Künstler*innen Sebastian Quack, Kerem Halbrecht, Anna Hentschel und HUkultur. Das Projekt wird gefördert vom Mercator Research Center Ruhr und koproduziert durch Urbane Künste Ruhr und Interkultur Ruhr.

    Status: abgeschlossen 2017

    > zum Projekt

    > Notiz: Zur Entstehung der "Insel des guten Lebens". Interview mit Sebastian Quack

    > Notiz: Global Young Faculty: Hallo, wie geht’s? – Eine Studie zum Thema „Wohlbefinden und Migration“

    > Notiz: HUkultur – Interview mit Matthias Köllmann und Faruk Yildirim über nachhaltige Quartiersarbeit

    > Video-Notiz: YOUNGSTERS-Reporter auf der Insel des guten Lebens

    www.global-young-faculty.de

    www.huisthu.de

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    Hustadt Bochum
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    Recherche: The Devil’s Garden

    #Recherche #Ruhrgebiet #Nordafrika

    Die ägyptische Künstlerin Heba Y. Amin beschäftigt sich in ihrem Recherche- und Ausstellungsprojekt im Residenzprogramm von Interkultur Ruhr mit dem Zusammenhang zwischen der Industriegeschichte des Ruhrgebiets, vor allem im Hinblick auf die Waffenproduktion während des Zweiten Weltkriegs, mit aktuellen geopolitischen Konflikten und Fluchtrouten entlang der Küste Nordafrikas. Speziell befasst sie sich mit einem Gebiet zwischen Ägypten und Libyen, das „The Devil's Garden“ genannt.

    Dort trugen sich zwischen 1941 und 1943 zahlreiche Schlachten zwischen deutschen und britischen Truppen zu. Seit dieser Zeit ist das Territorium vermint – und diese Minen sind bis heute nie geräumt worden. Heute führen viele Fluchtrouten nach Europa durch dieses Gebiet. Informelle Karten weisen den Weg. Trotzdem kommen viele Menschen beim Versuch, es zu durchqueren, ums Leben.

    Die dort liegenden Minen stammen aus dem Ruhrgebiet; sie wurden von der Friedrich Krupp AG in Essen hergestellt. Heute dienen diese alten, immer noch tödlichen Waffen dem so genannten "Islamischen Staat" (ISIS) als billige Sprengstoffquelle für Bomben, die in neuen kriegerischen Auseinandersetzungen zum Einsatz kommen.

    Die Frage hinter Amins Projekt lautet: Wie sind diese beiden so entfernten globalen Regionen Ruhrgebiet und Nordafrika durch die Geschichte miteinander verbunden – und wie verknüpft sich diese Geschichte der Zirkulation von Waffen aus dem Ruhrgebiet mit der aktuellen Flucht nach Europa?

    Das Projekt "The Devil's Garden" im Residenzprogramm von Interkultur Ruhr wurde gefördert durch die Akademie der Künste der Welt, Köln.

    > zum Projekt

    www.hebaamin.com

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    Portrait Heba Amin

2016

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    Mit! Konferenz bei kitev

    #Solidarität #Arbeit #InternationalNormal

    Es scheint, dass wir in einer Gesellschaft leben, die mehr über ihre Beschränkungen spricht als über ihre Möglichkeiten und dabei immer neue Grenzen erzeugt. Kitev (Kultur im Turm e.V.) lud im September 2016 ein zu einer Zusammenkunft, die sich auf die Möglichkeiten konzentriert.

    In der Umnutzung von leerstehenden Gebäuden, in Situationen von Zusammenarbeit, Zusammenleben und der Koexistenz von Neuangekommen und „Natives“ liegt ein großes Potenzial. Wir stellen fest: auch die „Eingeborenen“ und „Eingelebten“ müssen sich heute neu erfinden.

    Bereits im Juli 2016 sind einige Akteure von kitev in das Oberhaus, ein Hochhaus, einen Sozialbau mitten im Zentrum von Oberhausen, eingezogen. Sie bilden eine Keimzelle der Aktivität und Selbstverantwortung in einer Wohnstruktur, die bisher eher als Ort der Versorgung denn der lustvollen Gestaltung fungiert. Wie kann es gelingen, nicht ÜBER andere zu sprechen, nicht FÜR sie, sondern MIT! ihnen gemeinsam zu handeln?

    MIT! war der Titel einer dreitägigen Versammlung (7.-9. September 2016), die sich rund um das Projekt ereignete. Interkultur Ruhr war finanzieller, konzeptueller und struktureller Koproduktionspartner für die Veranstaltung, bei der sich Initiativen aus Helsinki, Ljubljana und anderen europäischen Städten trafen, um nach Strategien zur Teilhabe von Geflüchteten zu suchen, ihre Erfahrungen zu teilen und anderen zugänglich zu machen.

    Status: abgeschlossen 2016

    > zur Veranstaltung

    > Notiz: Beyond Protest. Interkultur Ruhr und Refugee Strike Bochum beim Co-Creation-Forum in Oberhausen

    > Notiz: Oberhaus: Das kreative Hochhaus Oberhausen

    https://kitev.de

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    Vision: Oberhausen braucht dich. Foto: kitev
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    Christoph Wachter und Mathias Jud: ‘Fassade'. Von Repressionen und Repräsentationen im Stadtraum

    #Sichtbarmachung #Checkyourstereotypes #Kooperation

    Seit 2016 arbeiten Christoph Wachter und Mathias Jud auf Einladung von Interkultur Ruhr im Ruhgebiet und forschen zu Repressionen und Repräsentationen im Stadtraum. Im Rahmen des kollaborativen Kunstprojekts Faţadă/Fassade ist seither eine Werkstatt in der Dortmunder Nordstadt entstanden, eine Hausfassade wurde gestaltet und der Hartware MedienKunstVerein zeigt eine Ausstellung zur Rom*nja-Baukultur.

    Zu Beginn ihrer Recherche haben die Künstler eine Reise nach Rumänien unternommen.

    Es sehe in einigen Ecken von Duisburg aus wie in rumänischen Slums und bei manchen Menschen müsse man „die Fähigkeit zu wohnen in Frage stellen“. So wird ein Staatssekretär, der „den Lebensraum der Roma“ besucht habe, in regionalen Zeitungen zitiert. Die Roma-Familien bleiben die Anderen. Sie wurden nicht gefragt, was ihre Vorstellungen eines urbanen oder europäischen Zusammenlebens sind. Sie kommen nicht zu Wort, wenn es darum geht, wie sie sich ein Umfeld vorstellen könnten, wie sie leben möchten und was ihnen fehlt, damit sie fähig wären zu wohnen.

    Unsere Rom*nja-Freund*innen hatten uns immer wieder eingeladen, mit ihnen nach Rumänien zu fahren. Dann und wann kehren sie hierher zurück, nicht weil sie Fahrende sind, sondern im Gegenteil: weil sie immer noch auf eine Heimat, eine Bleibe, eine Perspektive hoffen. Wir sind jetzt mitgereist, um mit ihnen die Situationen zu erkunden...

    Status: ongoing

    > zum Projekt

    www.wachter-jud.net

    Status: ongoing

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    Christoph Wachter und Mathias Jud: Rumänien 2016